Schuh- und Taschen-Trends für Herbst und Winter 20/21

In diesem letzten Teil des Modeflüsterin-Trend-Barometers für Herbst und Winter 2020/21 geht es vor allem um die Schuh- und Taschen-Trends der Saison. Eines vorweg: Wirklich Neuartiges ist nicht dabei. Das Interessante ist jedoch, welche Schwerpunkte genau in dieser Saison gesetzt werden, was einfach bleiben darf und welche altbekannten Formen ausgerechnet jetzt wieder aus der Schublade kommen.

Kommen Sie mit auf eine kleine Tour der Schuh- und Taschen-Highlights der Saison?

Das Modeflüsterin-Trend-Barometer für Herbst/Winter 2020/21 wird in 4 Teilen ausgeliefert:

Stiefelparade: Klassisch, sexy, rockig oder ländlich?

Bei den Stiefeln ist in dieser Saison einiges los: Gleich mehrere Stilwelten werden bedient – aber nicht immer so kombiniert, wie Sie es erwarten würden.

Der Overknee-Stiefel: zwischen praktisch und super-sexy

Overknee-Stiefel sind eigentlich recht praktisch. Sie halten die Beine im Winter warm – viel besser als dies Strumpfhosen jemals könnten. Gleichzeitig verhindern sie zu viel Einblick, wenn die Rocklänge einmal kürzer ausfällt. Und schließlich sind sie immer auch ein bisschen sexy – oder vielleicht sogar super-sexy.

Denn die Designer sind sich in dieser Saison nur bei einem einig: Overknee-Stiefel müssen jetzt anliegen, wie eine zweite Haut – oder eben wie ein Strumpf. Ansonsten wurden sie als flache Wildleder-Exemplare, als Glattleder-Exemplare mit Absatz und – halten Sie sich fest! – als extra-hoch geschnittene Latex-Modelle auf dem Laufsteg gesichtet.

Meine Empfehlung für Frauen über 40 dazu lautet:

Tragen Sie diese Overknees zu den angesagten Midi-Röcken – vor allem, wenn diese hoch geschlitzt oder am Saum mit Fransen versehen sind! Durch die schmale Form und den streckenden Effekt können Sie damit sogar mit flachen Absätzen und langen Rocksäumen figürlich vorteilhaft davonkommen (ich sage nur: Farbsäule!) – oder eben Ihre sexy Seite zeigen und dabei dennoch bedeckt bleiben.

Es müssen ja nicht unbedingt Latex-Stiefel sein…

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Reiterstiefel: Das Comeback des Mode-Klassikers

Stiefel, die an den Pferdesport erinnern, sind wieder „in“. Die typische Zweifarbigkeit dieser Modelle, ein Umschlag des Schafts, wie beim gestiefelten Kater, angedeutete Sporen-Details und weitere Anspielungen wurden gesichtet.

In den 80er und 90er Jahren gehörte der klassische Reiterstiefel in jede gut sortierte Lady-Garderobe. Mit der neuen Bürgerlichkeit in der Mode kommt dieser Trend jetzt wieder zurück.

Die Kombination ist einfach:

Zu den neuen Midi-Röcken und Kostümen passen diese Stiefel ebenso wie zu schmalen Jeans oder Leggings und den angesagten Statement-Oversize-Pullovern. Addieren Sie noch etwas Karomuster in Ihren Look und Sie gehen sofort als englische Landlady durch.

Das Einzige, auf was Sie etwas aufpassen sollten, ist der Schnitt der Reiterstiefel: Es gibt sie in weiter oder enger geschnittener Form. Figürlich vorteilhafter für üppigere Damen sind die eher schmaleren, am Knöchel anliegenden Varianten ohne Umschlag oder Falten am Schaft.

Combat Boots oder die moderne Amazone

„Combat Boots“ sind Kampfstiefel. Mit ihrer typischen Schnürung und/oder Schnallen und ihrer robusten Profilsohle addieren sie deutlich optisches Gewicht am Fuß. Und vermitteln eine große Dosis Androgynität – wenn Ihr zweiter Name nicht gerade Lara Croft lautet

Daher werden sie auch gerne mit femininen Kleidern und Röcken sowie Spitzenstoffen kombiniert. Vor allem im Grunge-Look. Aber auch die neue Bürgerlichkeit greift oft zu robustem Schuhwerk, um die konservative Ausstrahlung der Looks zu brechen.

Bikerboots und Schnürboots in jeglicher Machart sind nichts Neues. Sie können diese nach wie vor auch zu Leggings oder  Jeans und Pullover kombinieren, um ein bisschen Rocker-Flair zu versprühen, wenn Sie das wollen.

Wenn Sie jedoch trendy wirken möchten, dann benötigen Sie jetzt den passenden erz-konservativen oder düsteren, femininen Stil-Mix dazu. Dieser Stil-Kontrast ist so stark, dass er nicht für jede Frau authentisch tragbar ist.

Falls Sie es verkraften, dann freuen Sie sich auf die neue Saison: Sie werden unglaublich bequem und trendy unterwegs sein!

„Chunky Chelsea Boots“ oder ein Herrenklassiker wird aufmüpfig

Chelsea Boots sind die klassischen, britischen Herren-Stiefeletten mit den typischen, praktischen Gummi-Einsätzen an der Seite. Jetzt kommen diese mit extrem dicken Sohlen ins Geschäft – „chunky“ oder klobig eben.

Das ergibt eine interessante Mischung aus derbem „Combat Boot“ und feiner englischer Art. Und wieder landen wir bei einem Stil-Mix zwischen rockig und konservativ, derb und elegant.

Allerdings haben diese Schuhe auch eine sportliche Ader. Zudem versprühen sie mit ihrer Schlichtheit in Kombination mit dicker Sohle einen avantgardistischen Charme.

Solche Chunky Chelsea Boots werden ganz ähnlich wie die Kampfstiefel kombiniert – zum Kostüm ebenso wie zum Grunge-Look. Zudem können Sie diese einfach in alle Looks einbringen, in denen Sie ansonsten Ihre Sneakers tragen würden. Die willkommene Alternative für winterliches Matschwetter!

Ob Ihnen ein Stil-Mix dieser Art steht? Siehe oben.

Schuh- und Taschen-Trends - Trend-Accessoires: Stiefel für Herbst und Winter 20/21

Begeben Sie sich bitte modisch auf das nächste Plateau!

Seitdem der 70er-Jahre-Look wieder en vogue ist, sind auch Plateau-Sohlen in der Mode zurück. Und sie sind im Winter wieder verstärkt da.

Eigentlich eine logische Entscheidung der Modedesigner: Denn Plateau-Sohlen wurden ursprünglich erschaffen, damit die zarten Damenfüße nicht im Schlamm auf den Straßen versanken.

Jetzt werden sie einfach unter fast alle angesagten Schuhmodelle montiert – im Herbst/Winter natürlich vor allem an Stiefel und Stiefeletten. Aber auch Mary-Jane-Pumps und Ankle-Strap-Sandalen werden mit Plateaus zeitgemäß aufgepeppt und mit Strümpfen winterlich tragbar gemacht.

Mein Tipp: Kleinere Frauen und Frauen mit kräftigeren Beinen können mit einem Plateau-Schuh ganz bequemen Proportionen-Ausgleich betreiben. Und wenn Sie ohnehin ein Faible für den 70er-Jahre-Rock-Schick haben, dann haben Sie Plateaus quasi in Ihrer Stil-DNA. Dann lautet meine Empfehlung: tragen, tragen, tragen!

Die neue Weiblichkeit: Pumps und mehr

Im Bereich der Pumps gibt es vielfältige Modelle für jeden Geschmack – sowohl die Kappenform, als auch die Absatzhöhe sind ohnehin variabel. Angesichts der neuen Bürgerlichkeit mit ihrer konservativ-weiblichen Anmutung rücken zwei spezielle Modelle wieder in den Fokus:

Mary-Janes

Ein bisschen Püppchen, ein bisschen braves Mädchen, ein bisschen Prinzessin, viel Retro-Attitüde – so könnten die Pumps mit dem typischen Riemchen über dem Fußrist stilistisch beschrieben werden.

Diese Schuhart kommt mit vielfältigen, teils äußerst lieblichen dekorativen Details zurück: aus Satin, Samt und mit viel Glitzerkram verziert. Aber auch mit Plateausohle (siehe oben). Dann wirken sie sofort etwas mehr „edgy“.

Stilecht werden Mary-Janes jetzt mit Strumpfhosen oder Strümpfen und den angesagten Midi- oder Maxiröcken getragen. Frauen über 40 rate ich dabei dringend zu einem möglichst erwachsen wirkenden Styling…

Kitten Heels

Die kleine Schwester der Stilettos hat einen niedrigen, schmalen, leicht geschwungenen Pfennig-Absatz. Dieser ist nicht nur deutlich bequemer, sondern auch der Schuh, den Stil-Ikonen, wie Jaqueline Kennedy oder Audrey Hepburn, in Form eines klassischen Pumps liebten.

Auch wenn der Kitten-Heel schon eine Weile wieder am Modehimmel aufgetaucht ist, so läuft er dank der neuen bürgerlichen Weiblichkeit wieder zur Höchstform auf. Jetzt gibt es fast alle Schuharten mit Kitten Heels: Stiefel, Stiefeletten, Pumps, Mary-Janes und mehr.

Von vorne sehen solche Modelle mit Kitten-Heels fast wie Schuhe mit Stiletto-Absatz aus. Von hinten sind sie immer noch elegant genug, um zum Lady-Dress, zum Bleistiftrock oder Kostüm getragen zu werden.

Nur eine Einschränkung gibt es: Der zarte, schmale Kitten-Heel benötigt schmalere Waden und Beine, damit er von hinten proportional nicht deplatziert wirkt.

Der Umgang mit diesem Absatz ist eigentlich ganz einfach: Tragen Sie ihn wie einen Sneaker zu allem, was Ihnen lieb und teuer ist und freuen Sie sich über den Sofort-Eleganter-Effekt. Fast so bequem wie der Sportschuh ist er ja…

Schuh- und Taschen-Trends - Trend-Accessoires - Schuhe für Herbst und Winter 20/21

Schuhe, die eine wahre Zierde der Menschheit sind…

Was viele Schuhe der kommenden Saison auszeichnet, ist ihre reichhaltige dekorative Gestaltung: Alles, was in der Mode gerade angesagt ist, wird auch auf Schuhe übertragen.

Das heißt vor allem: Schleifen, Fransen, Spitze, Federn, Kunstpelz, Samt, Lack und Glitzerkram in allen Varianten.

Wenn Sie zu den Frauen gehören, die den Fokus im Outfit gerne auf das Schuhwerk legen, werden Sie sich jetzt auf jeden Fall austoben können.

Und was der Schuh-Himmel sonst noch für Sie bereithält…

Es dürfte sich herumgesprochen haben, dass die Mode derzeit stark zwischen sehr männlichen, groben und sehr weiblichen, filigran verzierten Modellen schwankt. Dazu kommen die üblichen Verdächtigen, die sich immer mehr als Allzeit-Klassiker entpuppen:

  • Sneakers und Slip-ons bleiben und bleiben und bleiben…
  • Herrenschuhe in jeglicher Form – ob nun als Brogues, Oxfords, Monkstrap-Schuhe oder Loafer – sind aus der Damen-Schuhmode nicht mehr wegzudenken.
  • Das Gleiche gilt für Schuhe in Animal-Print, wie Leo oder Schlange.

Also: Tragen Sie Ihre Schätzchen einfach munter weiter!

Taschen-Paradies: Verschiedene Materialien, Größen und Originelles in Sichtweite

Seit vielen Saisons ist die Taschen-Landschaft ein unendlicher Dschungel mit einer unglaublichen Artenvielfalt. Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt. Dennoch möchte ich Ihnen an dieser Stelle ein paar Hinweise geben, nach welchen Eigenschaften Sie Ausschau halten sollten, wenn Sie absolut „up-to-date“ sein möchten.

Fransen, Fell oder Ketten

Taschen mit Fransen-Details oder Taschen aus zotteligem Kunstfell und Grobstrick – oder vielleicht sogar alles zusammen? – sind der letzte Renner. Damit greift das Taschen-Design diese starken Modetrends auf.

Aber auch prägnante Ketten-Details sind nach wie vor in – vor allem bei den typischen Lady-Bags á la Chanel. Diesen Trend hatte ich Ihnen bereits im letzten Trend-Barometer angekündigt.

Knautschig oder doch lieber geometrisch?

Anhängerinnen beider Formensprachen werden jetzt fündig:

  • Auf den Laufstegen machten abermals die großen, knautschig-bauschigen Clutches Furore.
  • Auf der anderen Seite wurden selten so viele streng geometrische Taschenformen gezeigt – vom Tetrapack bis zu allen denkbaren Zylinder- und Trapezformen.

Allen voran gibt es nach wie vor die „Bucket-Bag“ – die einem Korb nachempfundene Tasche -, die jetzt durch die neuen, originellen „Bottle-Bags“ ergänzt werden – Taschen, die für das Tragen einer Wasserflasche gemacht wurden.

Das Ganze sieht dann etwas danach aus, als hätten Sie Ihren Picknick-Koffer in Einzelteile zerlegt. Ist aber durchaus praktisch!

Zu welcher Taschenform Sie letztendlich tendieren, hängt natürlich von Ihrem Stil ab – Trend hin oder her: das ist der einzige Maßstab!

Micro oder Macro

Bei den Taschengrößen gibt es nach wie vor die zwei Tendenzen, die ich Ihnen ebenfalls bereits im letzten Trend-Barometer vorgestellt hatte: Zwischen mini-kleinen Taschen und riesigen Shoppern liegt das wahre Modeglück.

Neu dazugekommen ist jetzt eine Erscheinung, die viele als „matchy-matchy“ bezeichnen: Kleine wie große Taschen werden jetzt im exakt gleichen Material wie das dazugehörige Outfit getragen – also so aufeinander abgestimmt, dass eineiige Mode-Zwillinge entstehen.

Das ist natürlich ein Mode-Gag. Dieser zielt darauf ab, dass in der konservativen Damenmode das perfekte Abstimmen der einzelnen Outfit-Teile eine lange Tradition hat – eine Tradition, die hier maßlos übertrieben wird.

Aber Spaß machen könnte es trotzdem…

Schuh- und Taschen-Trends - Trend-Accessoires - Taschen für Herbst und Winter 20/21

Und was es sonst noch so am Accessoire-Himmel gibt…

Auffällig ist, dass es in dieser Saison keine großartigen weiteren Accessoires gibt, die wirklich auffällig oft gezeigt wurden – bis auf zwei Ausnahmen, die bereits bei den Stilwelten und Schnittdetails zur Sprache kamen:

  • Die Schleife oder Krawatte – das Symbol für die Rückkehr des femininen (Schleife) oder androgynen (Krawatte) Konservatismus in der Mode – und
  • der große Schal, Umhang oder die Stola – ein praktisches Muss bei überbordendem Volumen im Schulter-Ärmel-Bereich, besonders bei Abendmode.

Beides ist zwar durchaus erwähnenswert, aber eben nicht bemerkenswert…

Und mit diesen beiden alten neuen, oder neuen alten Modeerscheinungen schließe ich das diesjährige Modeflüsterin-Trend-Barometer für Herbst/Winter 2020/21.

Wie immer freue ich mich darüber zu erfahren, welche Trends Sie faszinieren und bei welchen Sie lieber aussetzen. Schreiben Sie mir einen Kommentar dazu!

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