März und April waren die Trend-Monate im Modeflüsterin-Club. Anlässlich des traditionellen Modeflüsterin-Trend-Barometers hatte ich die Clubmitglieder dazu eingeladen, mir ihre Lieblings-Trend-Outfits zu zeigen. Mit dabei war auch Diana, die gleich zwei Outfits mit Ihrem Lieblings-Trendteil, dem Oversize-Blazer, zur Outfit-Analyse eingereicht hat.
Und tatsächlich: Was auf den ersten Blick als puristischer, androgyner Look an einer H-Figur daherkommt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine Aneinanderreihung von Widersprüchen… Neugierig? Dann lesen Sie weiter!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihre zahlreichen Einsendungen!
Diana – ein Kind der 80er Jahre auf den Spuren moderner, urbaner Coolness
Diana ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn in der fünften Klasse. Als studierte Diplom-Übersetzerin arbeitet sie Teilzeit im Kommunikations- und Personalbereich.
Darüber hinaus liebt sie es, in das geschäftige Treiben einer Großstadt einzutauchen, sich mit Kunst, Kultur und Architektur zu beschäftigen:
„Ich liebe es, durch Städte zu schlendern, Leute zu beobachten, die Architektur auf mich wirken zu lassen, schön eingerichtete Geschäfte und Cafés zu bestaunen, einen Espresso und ein Macaron zu genießen“,
beschreibt sie sich selbst. Dabei gehören Städte, wie Barcelona, London und New York zu den Favoriten ihrer Erkundungstouren.
Warum ausgerechnet ihr Look mit Oversize-Blazer zu ihren Lieblingen zählt, begründet Diana folgendermaßen:
„Als Kind der 80er war ich damals noch zu jung, um den Trend aktiv mitzumachen; heute verbinde ich damit zum einen viele schöne Kindheitserinnerungen an Frauen mit breiten Schultern, zum anderen habe ich gerade in diesen Zeiten auch das Bedürfnis, Stärke und Coolness zu zeigen.“
Was uns schon zu den ersten Stil-Merkmalen Ihres Looks bringt: stark, cool, urban. Da gibt es aber noch viel mehr zu entdecken…
Die natürlichen Farben von Diana
Dianas Haare sind eigentlich dunkelblond bis mittelbraun, derzeit aber mit Karamell-Strähnen etwas wärmer als üblich gestylt. Ihre Haut ist sehr hell und eher kühl, die Augenbrauen jedoch vergleichsweise sehr dunkel. Ihre Augenfarbe beschreibt sie selbst als haselnussbraun – eine Mischung aus grünen, braunen, goldenen und grauen Zonen.
Das ergibt zusammen eine recht eigenwillige, kalt-warme Mischung: Die deutliche Tendenz zum kühlen, kontraststarken Farbtyp wird durch natürliche wie künstlich hergestellte, warme Farb-Kleckse durchbrochen.
Somit zählt Diana zu den farblichen Grenzgängerinnen, die zwar eher auf der kühlen Seite wandeln und daher gerne Schwarz-Weiß tragen, aber dazu jederzeit problemlos eine Prise Wärme addieren können – ob nun in Form von Gold-Akzenten oder warmen Rosé-Tönen, wie in den folgenden Outfits.
Die Figur von Diana
Figürlich ist Diana ein H-Typ Marke „Erdmännchen“, wie sie dies selbst schmunzelnd benennt.
- Ihre Schultern sind nur unwesentlich breiter als ihre Hüften.
- Dazwischen liegt ein kleinerer Busen und eine eher gerade geformte Taille.
- Zusammengenommen mit ihren schlanken Beinen ist Diana damit eigentlich ein klassischer H-Figurtyp – zumindest von vorne.
- Wäre da nicht der runde Po, der ihre Figur von der Seite betrachtet ergänzt und sie zur obigen Wortschöpfung animiert.
(Eine kleine Anmerkung an dieser Stelle: Es ist für mich auch nach 8 Jahren Modeflüsterin immer wieder erstaunlich, welche Worte Frauen für die Beschreibung ihres Körpers finden – Dianas niedliche und humorgetränkte Wortschöpfung ist da ein vergleichsweise äußerst liebevolles Beispiel…)
Dazu kommt eine minimale Verschiebung der vertikalen Proportionen:
- Diana hat nach eigener Einschätzung eine leicht höhere Taille und folglich eine etwas größere Leibhöhe.
- Eher kurze Oberschenkel und lange Unterschenkel ergänzen das Bild, sorgen auch gleich wieder für den passenden optischen Ausgleich.
Für den Betrachter ist auf den ersten Blick so gar nichts figürlich Ungewöhnliches in Sicht. Wir haben es mit einer typischen, weiblichen Figur zu tun, die ein wenig zum Androgynen neigt, dennoch ihre Kurven hat und auch ansonsten recht ausgeglichen erscheint.
Tipps für die figürliche Optimierung
Aus meiner Sicht muss Diana gar nichts ausgleichen, solange sie bei der Zusammenstellung Ihrer Outfits ein Auge für den Goldenen Schnitt behält.
- Wenn sie insgesamt schlanker und größer wirken möchte, dann ist eine dunklere, äußere Farbsäule, wie in Outfit 1, ideal. Dann können auch die weiß abgesetzten Schuhe dieser Länge nichts mehr anhaben.
- Ihre Oberteile trägt sie am besten leicht über dem Bund, sodass die höhere Taille wieder optisch etwas tiefer rückt – genau so, wie sie auch ihr T-Shirt in den beiden Outfits stylt.
- Wenn sie ihre Beine etwas verlängern möchte, dann wählt sie einfach Schuhe in der Farbe der Hose – durchaus auch flache Modelle, wie in Outfit 2.
- Mit den gerade geschnittenen Oversize-Blazern betont sie die Geradlinigkeit ihres Körpers und verdeckt ihre Kurven. Sie könnte aber durchaus – wenn sie wollte – aus Ihrem H-Figurtyp einen Kurvenstar machen.
Wie das funktioniert, lesen Sie übrigens im Beitrag „5 Mode-Tricks, wie Sie eine gerade Taille kurvig zaubern“ in der Modeflüsterin-Bibliothek.
Outfit 1: Schwarz-weiße Coolness mit zarten Anklängen
Hier erscheint Diana in einem strengen Schwarz-Weiß-Kontrast, den sie so liebt. Sie kombiniert einen sehr männlich wirkenden, schwarzen Oversize-Einknopf-Blazer mit einer schmalen, knöchellangen schwarzen Jeans, einem weißen T-Shirt mit V-Ausschnitt und weißen, flachen Sandalen.
Dazu trägt sie eine größere kantige, schwarze Tasche mit goldenen metallischen Details und rosa Kreolen.
Eine Sonnenbrille mit matt-silbrigen Ecken und eine Edelstahl-Armbanduhr (im Bild nicht zu sehen) verstärken den Cool-Faktor.
Die Farben des Outfits:
Auf den ersten Blick ist klar: Hier wird ein strenger Schwarz-Weiß-Look inszeniert – kontraststark und kühl. Das passt.
- Der schwarze Blazer zusammen mit der schwarzen Jeans und dem weißen Shirt wirken fast wie ein Anzug und schaffen eine starke, äußere, dunkle Farbsäule, die schlank macht.
- Die weißen Sandalen bilden die Farbklammer zum T-Shirt und sorgen für ein harmonisches Zusammenspiel.
- Dazu kommt eine weitere, sehr zarte Farbklammer: Die Zwischensohle der Sandalen hat fast die gleiche Farbe wie Dianas Haar.
- Goldene Beschläge an der Tasche, ein feiner goldener Armreif und das zierliche Kettchen am Hals sorgen für warme Akzente und weiteren farblichen Zusammenhalt.
- Schließlich bilden auch das silbrige Tennisarmband, die Edelstahl-Armbanduhr und die silbrig-matten Details an der Sonnenbrille eine weitere farbliche Klammer im Outfit.
- Das Nude-Rosé der Ohrringe wiederum wird vom Ton der Lippen aufgenommen und sorgt für eine Mini-Farbklammer am Kopf.
Neben dem großen Schwarz-Weiß-Kontrast spielen also auch noch weitere, kleine warm-kalte Kontraste und warme Farbklammern im Look mit. Typisch für eine farbliche Grenzgängerin: Viel Kälte verlangt nach kleinen Inseln der Wärme.
Der Stil des Outfits:
Beachtlich ist, mit welcher Konsequenz im Outfit fast alles auf männlich, stark und cool getrimmt ist. Aber eben nur fast…
- Der Schnitt des Blazers ist Oversize und macht mega-breite Schultern.
- Der Stoff des Blazers ist ein typischer Anzugstoff aus leichter Wolle in „Hopsack“-Bindung.
- Das T-Shirt ist ein schlichtes Exemplar, das mit seinem höheren, eher breiten V-Ausschnitt ein bisschen an ein Männer-Unterhemd erinnert.
- Alles ist schlicht und möglichst detailbefreit – ohne weiblichen Schnick-Schnack.
- Sogar die Sandalen mit ihren dicken Sohlen und breiten Riemen könnten aus der Männerabteilung stammen.
Und dennoch… ein paar wenige, kleine und kleinste Details bringen weitere Aussagen ins Spiel:
- Da wären zum einen die nude-rosé-farbigen, großen Kreolen-Ohrringe. Weich, rund, rosa, pastellig – das schreit geradezu nach Yin oder weiblicher Energie. Will sich hier etwa eine feminine Note mit aller Kraft – und entsprechender Größe – bemerkbar machen?
- Dann fällt der Blick auf rote Finger- und Fußnägel. Rote Nägel als Inbegriff der klassischen Eleganz – inklusive Erotik und Verführung! – sind ein Statement der ganz anderen Art. Wie kann das sein?
Schließlich gibt es ein paar weitere, äußerst zarte Schmuckstücke zu bewundern:
- Das super-zarte Halskettchen mit einem kleinen „D“ als Anhänger;
- der goldene, schmale Armreif und
- das zierliche Tennisarmband mit kleinem, roten Herzanhänger.
Wow! Wenn so viel weibliche Zartheit inmitten androgyner Power kein Kontrastprogramm sind!
Nicht zuletzt ist es Diana an dieser Stelle auch wichtig zu erwähnen, dass der Blazerstoff eher zu den weichen, nicht steifen Sorten gehört. Man beachte: Eine weiche Stofflichkeit ist ihr trotz – oder gerade aufgrund? – des männlichen Eindrucks wichtig. Eine männliche Überdosis soll also nicht produziert werden.
Aber damit nicht genug. Denn es gibt Anzeichen, die dem Look eine weitere Note mitgeben:
- Diana trägt zum Outfit, das – wie gesagt – fast so wie ein Anzug wirkt, einen lässigen Pferdeschwanz. Dabei fällt der Pony sehr lang und etwas wild ins Gesicht. Ein widerspenstiges Mädchen kommt in den Sinn.
- Auch die Jeans hat einen ausgefransten Saum, der alles andere als einen klassisch-korrekten Eindruck erweckt.
- Der Blazer wiederum ist so übergroß, dass sogar die Ärmel breit umgestülpt werden müssen. Steckt hier etwa jemand in Papas Anzugjacke?
Das alles könnte natürlich nur ein weiterer Beweis von unendlicher Coolness sein.
Oder Sie erhaschen hinter der androgynen Fassade den Blick auf ein Mädchen, das am liebsten ganz befreit barfuß im Sand tanzt, auf Konventionen pfeift und damit sublime Verführungskünste zeigt?
„Ja was nun“, könnte man sich fragen: androgyne Powerfrau, zartes Weibchen, Femme fatale oder lässig-wildes Girl zum Pferdestehlen? Aber so einfach lässt sich Diana nicht in eine Schublade stecken.
Denn da gibt es ja auch noch das zweite Outfit…
Outfit 2: Gezähmtes Rosé mit Klassik-Komponente
Hier trägt Diana die Jeans-T-Shirt-Kombi von Outfit 1 in einer leicht anderen Zusammenstellung:
Der schwarze Herren-Blazer wird durch einen doppelreihigen Oversize-Blazer in einem Nude-Rosé-Ton ersetzt – ein bisschen „Miami Vice“, beschreibt sie das. Dazu kommt eine Tasche in einem eher zu Mauve tendierenden Rosaton mit den geliebten goldenen Dekors.
Auch die großen Kreolen fallen dem Tausch zum Opfer und werden durch kleine, goldene Mini-Kreolen ersetzt. So auch die weißen Sandalen, die jetzt zu schwarzen Loafers mit goldener Spange mutieren.
Die Farben des Outfits:
Der strenge Schwarz-Weiß-Kontrast wird in dieser Variante mit einer großen Dosis Nude-Rosé ergänzt und abgemildert. Dadurch wirkt der gesamte Look weicher und weiblicher – obwohl der gerade Oversize-Blazer durch seine doppelte Knopfreihe schnitt-technisch sogar noch mehr Androgynität mitbringt.
- Die äußere, schwarze Farbsäule und damit der Schlank-Effekt entfällt.
- Der ganze Look wird in einen helleren oberen Teil und einen dunkleren unteren Teil geteilt. Wobei die dunklen Haare von Diana und die dunklen Knöpfe des Blazers Ober- und Unterkörper immer noch gut optisch zusammenhalten.
- Das hat Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Körpers. Der längere, hellere Part verkürzt die Beinlänge und die Hell-Dunkel-Teilung lässt den Körper insgesamt kleiner und etwas breiter erscheinen.
Das ist jedoch bei Dianas toller Figur kein Problem. Die kleinen figürlichen Einbußen werden durch interessante, stilistische Details aufgewogen.
Der Stil des Outfits:
Interessant ist vor allem die Begründung von Diana für diesen Spieler-Wechsel im Look:
„Ich hatte zuerst auch die großen Kreolen dazu an, das war mir aber schon zu viel an Weiblichkeit. Und Dad Sneakers in Rosé. Ich habe dann aber festgestellt, dass ich bei dem weichen, texturierten Material des Blazers, das ihn sehr lässig macht, unbedingt elegantere Schuhe dazu brauche!“
Wir halten fest:
- Ein gerade geschnittener (!), doppelreihiger (!) Blazer in Oversize-Format (!) ist aufgrund seiner Farbe Nude-Rosé zu viel des Weiblichen, um zusätzlich feminine Kreolen in gleicher Farbe zu verkraften.
- Nun gut: Auch die kantige (!) mittelgroße (!) Tasche greift diese unerhört feminine Farbigkeit noch einmal auf. Das könnte natürlich leicht zum femininen Overload führen… (Das ist natürlich ironisch gemeint!)
- Denn nicht zu vergessen: Die zierlichen Schmuckstücke an Hals und Armgelenk sowie der rote Nagellack sind ja weiterhin im Spiel!
- Auch der Blazer ist aufgrund seines weichen Stoffs mit einer knittrig wirkenden Oberflächenstruktur für Diana zu lässig, um noch zusätzlich rosa-lässig-weiche Sneakers zu ertragen. Das muss durch eine gehörige Prise steifere Klassik unbedingt verhindert werden.
Aha! Klassik und Androgynität wird hier als Prophylaxe gegen weiche, nachgiebige, rosa, feminine Lässigkeit eingesetzt. Klassik und Männlichkeit als eine Art, Haltung zu zeigen – oder besser: als eine Art, klare Kante zu zeigen…
Mir kommt an dieser Stelle „Edgyness“ – Kantigkeit – in den Sinn. Begleitet von einer leisen Warnung: „Bitte ja nicht zu nahe treten!“
Es scheint fast so, als würde Diana es bevorzugen, wenn der Betrachter auf Distanz bleibt. Ihre coole Oberfläche sorgt dafür, dass ihr Beobachtermodus nicht empfindlich gestört wird…
Dabei hilft noch ein Detail des Outfits mit:
- Das wilde, fast ungekämmt wirkende, stufig geschnittene Haar mit langen Fransen fällt bis tief zu den Augen ins Gesicht.
- Der etwas vorsichtige, aber durchaus neugierige und neckische Blick wirkt fast wie ein raffiniertes Versteckspiel: Fang mich, wenn Du kannst! Du kriegst mich aber nicht!
Überhaupt scheint das Gesicht von Diana die Antithese zum androgynen Erscheinungsbild zu sein:
- Dieses Gesicht wird geprägt von großen, runden Augen, vollen Lippen und einer gerundeten Nasenspitze. Alles wirkt so perfekt weiblich geschwungen, dass sich eine wertvolle, antike Porzellanpuppe über ein solches Antlitz freuen würde!
Alleine schon diese – fast alterslos – mädchenhafte Erscheinung steht im puren Widerspruch zur Androgynität der Stilbotschaft.
Überhaupt: Diese beiden Looks scheinen ein einziger Widerspruch in sich zu sein…
Fazit: Viel Wärme, zarte Weiblichkeit und wildes Temperament hinter cooler Fassade
Zugegeben: Auf den ersten Blick sind beide Outfits von Diana zutiefst cool, androgyn und urban. Wir sehen eine weltgewandte, neugierige und selbstbewusste Frau – eine intellektuelle Weltenbummlerin, für die Genuss und Lässigkeit, Souveränität und ästhetischer Anspruch wichtig sind.
Ein bevorzugt turbulentes Umfeld stößt dabei auf einen distanz-haltenden Beobachtermodus. Man könnte fast meinen, Diana will ins pralle Leben eintauchen, aber dabei ja nicht nass werden. Übergroße, gerade, kantige, klassisch-elegante und männlich wirkende Stil-Facetten und ein strenges Schwarz-Weiß helfen dabei, diese Distanz aufrecht zu erhalten.
Ihre Kleidung ist wie eine sorgfältig durchdachte Uniform. Dabei ist genau das richtige Maß an Lässigkeit und Haltung, Männlichkeit und Weiblichkeit einzuhalten. Schon ein Detail mehr in die eine oder andere Richtung könnte zu viel sein.
Und trotz aller Vorsicht schleichen sich deutlich warme, extrem zarte, mädchenhafte und sogar wilde bis sexy Signale in diese sorgfältig inszenierte Coolness ein.
Man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass Diana ein changierendes Wesen voller Widersprüche ist:
Ja, vor allem kalt – aber eben auch mit viel Wärme.
Ja, vor allem androgyn – aber eben auch mit starker weiblicher Note.
Ja, vor allem selbstbewusst – aber auch zart und zerbrechlich.
Ja, vor allem cool – aber auch temperamentvoll, frech und wild.
Aber nichts von dieser zweiten Seite darf zu sehr sichtbar werden! Denn Diana lässt nicht gerne hinter die Fassade blicken. Sie achtet sorgfältig darauf, nicht zu nahbar zu erscheinen, nicht zu mädchenhaft, nicht zu weiblich-sexy. Sie bleibt vor allem eines: privat.
Ein zartes, goldenes „D“ am Hals, das sie – wie sie sagt – täglich trägt, ein kleines Herz am Tennisarmband, ein neckischer Blick unter dem tiefen, wilden Pony und der geliebte rote Nagellack – das sind die Spuren, denen ein geübter Fährtenleser folgen sollte, wenn er sich Diana nähern will…
Ich bin mir ziemlich sicher: Diese Spuren führen zu einer Wahnsinnsfrau – feminin, sexy, frech, leidenschaftlich, eine Freundin zum Pferdestehlen, eine Kameradin für so manches Abenteuer, aber vor allem eine starke Frau mit einer ganz, ganz zarten Seele.
Anmerkung: Liebe Diana, vielen Dank für Dein Vertrauen, mir Deine Fotos und Beschreibungen für diese Outfit-Analyse zur Verfügung zu stellen! Ich hoffe, Du fühlst Dich an mancher Stelle erkannt, auch wenn vieles natürlich nur Vermutungen sind… Was davon nun tatsächlich stimmt und was nicht – ich verspreche es nicht weiterzusagen 😉
Liebe Stephanie,
diese Outfit Analyse ist eine wunderschöne Hommage an die Frau an sich und von Frau zu Frau. Die Wertschätzung und die liebevolle Ausdrucksweise verknüpfst Du wieder mal zu einem herausragenden Meisterwerk!
Beim genaueren Betrachten Deiner kunstvollen Zeichnung kam mir die Frage in den Sinn, wie wohl ein ebenso rosefarbener einreihiger taillierter Kurzblazer an dieser Stelle gewirkt hätte. Was sagst Du dazu?
Herzliche Grüsse und einen schönen Tag sendet Dir
Gisela
Liebe Gisela,
vielen dank für Deine begeisterte Rückmeldung! Ich freue mich sehr darüber!
Zu Deiner Frage: Ein taillierter Kurzblazer würde 1. die Figur ganz anders darstellen und die Beine noch länger wirken lassen. Bei der Saumlänge des Blazers müsste man jedoch aufpassen, dass die vertikalen Proportionen optimiert werden.
Stilistisch würde eine große Portion der coolen Lässigkeit und der androgynen Facetten wegfallen und dafür ein Plus an femininer Klassik hinzukommen. Die Schuhwahl müsste dann ebenfalls überdacht werden, damit es stilistisch wieder passt. Das Outfit hätte weniger Spannung, da die Gegensätze von Yin und Yang geringer wären.
Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage?
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Hallo ihr Lieben,
vielen Dank euch allen für die netten Kommentare! Ich freue mich, dass die Analyse sich auch für euch stimmig anfühlt (Fremdbild!).
Rike, ich mag ja eh ganz gegensätzliche Sachen – außer Oversize-Blazern trage ich zum Beispiel auch eher romantische Kleider, die müssen dann aber locker geschnitten sein und dürfen auf gar keinen Fall Mini-Länge haben. Und sie brauchen die Kombination mit „derben“ Schuhen, Boots, Dad Sneaker, Birkenstocks. Manchmal ist es gar nicht so leicht, die richtige Balance zu finden…
Liebe Grüße von Diana
Liebe Stephanie und liebe Diana, Ihr Beide seit der Knaller…. In der Beschreibung erkenne ich mich, mit ganz wenigen Abweichungen, wieder. Und das finde ich wirklich gut. Der Beitrag bestärkt mich für die Zukunft und ich weiß nun zum Teil, woran es liegt wenn mein Spiegelbild mir nicht entgegenlächelt … Ich das Ganze künftig nur mit Kleinigkeiten ändern kann und nicht den Look komplett verwerfe. Ich habe schon einiges am WE probiert und dazu kleine Notizen gemacht, damit es morgens schneller geht… Einige Teile die ich schon schweren Herzen aussortieren wollte haben jetzt die 2. Chance und werden wohl öfter ausgeführt. Dankeschön für die tollen Ideen und Beschreibungen. LG und eine schöne Woche
Liebe Rike,
wenn das mal nicht ein großer Zufall ist: eine Stil-Verwandtschaft!
Tatsächlich braucht ein Look oft nur wenige, kleine Veränderungen, um doch noch zu funktionieren. Vor allem, wenn man sich zu etwas hingezogen fühlt, aber irgendetwas nicht ganz stimmig erscheint. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass nur eine Kleinigkeit fehlt. Aber das wichtigste Kriterium dabei ist immer: dass Du Dich darin wohl fühlst! Viel Spaß beim weiteren Experimentieren!
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Dankeschön.
Hallo liebe Stephanie und liebe Diana!
Was für eine Freude so eine tolle Outfitanalyse zu lesen! Mit hat sehr gefallen, dass du, liebe Stephanie, daraus zusätzlich eine richtig passende Stilanalyse entwickelt hast! Also auch auf Gesicht, Frisur, Schmuck und Nagellack Bezug genommen und die Außenwirkung so treffend beschrieben hast. Mir gefallen beide Looks richtig gut! Ich finde die Kombinationen sehr durchdacht+modern und sehr nachvollziehbar warum sie bei Diana perfekt funktionieren! Dianas Outfits sind das perfekte Beispiel wie Stil und Modernität gekonnt unter einen Hut gebracht werde können. Auch finde ich den interessanten Stilbruch feminin/maskulin sehr schön und kann mir vorstellen, dass Diana als erwachsene, selbstbewusste Frau auf „Niedlichkeit“ verzichten möchte und die Outfits immer noch feminin genug sind trotzdem als attraktive Frau wahr genommen zu werden. Sehr cool!
Ganz liebe Grüße
Jasmin
PS: Diese Oversized-Blazer gefallen mir sooo gut, ich fürchte, als Y wären sie der totale Overkill, wenn man sich dann nicht auf die Silhouette weit oben und weit unten einlassen möchte. Würde sonst wahrscheinlich eher wie ein Lolli wirken 😉
Liebe Jasmin,
vielen Dank für Deine lieben Worte! Das freut Diana bestimmt sehr, dass Du ihren Stil so bewunderst!
Zu Deiner Oversize-Blazer-Liebe: Als Y-Typ ist das zwar nicht der beste Look (obwohl Du absolut schlank und auch groß genug bist, um es dennoch zu riskieren!). Aber vielleicht möchtest Du einmal ausprobieren, eine schmale Hose zu einem dunklen Oversize-Blazer zu tragen und klobige Schuhe dazu zu kombinieren (Springerstiefel oder Bikerboots, Plateau-Stiefeletten etc.). Das könnte als „Gegengewicht“ zu breiten Schultern und Oversize-Blazer funktionieren. Zusammen mit einer inneren hellen Farbsäule, die zusätzlich streckt und den Blick nach innen lenkt. Allerdings ohne Gewähr… 😉
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Liebe Stephanie, liebe Diana,
Outfitanalysen sind immer toll und spannend! Die kleinen Details und deren Bedeutung für die Gesamtwirkung zu entdecken, macht mir große Freude.
Aber wenn dann noch eine sehr gute Freundin analysiert wird – das ist der Gipfel an Vergnügen. Yeah, eine Outfitanalyse von Diana, zwei sogar, herzlichen Glückwunsch dazu!
Die Zeichnungen sind wunderschön, liebe Stephanie, auch Dianas stilisiertes Gesicht hast Du so gut getroffen. Wieviel Du auch psychologisch hinter den kleinen Details entdeckst, ist jedes mal wieder verblüffend. Und treffend! Vieles läuft bei der Auswahl doch unbewusst, Diana beschreibt immer ein Störgefühl, wenn ein Outfit etwas zu sehr in die eine oder andere Richtung kippt.
(Die Tierbezeichnungen für die Figurtypen haben uns schon im alten Forum große Freude bereitet, Gruß an die liebe witzige Cleopetra, die sich über meinen Wildschwein-Typ amüsiert hat, von vorn schmal, von der Seite nicht mehr ganz so. Und auch an Y-Schwester Sannie einen lieben Gruß, das stimmt, so eine Outfitanalyse ist ein richtiges Geschenk! )
Euch beiden vielen Dank für die aufschlussreichen Analysen und für alles andere auch. Den Rest sag ich Euch persönlich.
Noch eine Ergänzung zu Marias Kommentar: Diana hat eine warmherzige weiche Ausstrahlung und bringt viele natürliche feminine Merkmale mit – wenn sie in ihrer Kleidung femininer werden würde, wär das ein femininer Overkill und würde nicht zu ihr passen. Sie hat sich gefunden und ist mit sich absolut im Reinen.
Allen ein schönes Wochenende und weiter viel Freude an Mode und Stil.
Herzliche Grüße von Henrike
Liebe Henrike,
vielen Dank für Deine – sicherlich äußerst präzise – Einschätzung! Du kennst Diana am besten von uns allen und wenn Du sagst: „Es stimmt!“, dann ist das ein Prüfsiegel von höchster Stelle 😉
Und ja: Die warmherzige, temperamentvolle Ausstrahlung von Diana hat mich auch sofort erreicht – trotz 2D-Fotos! Sie ist unverkennbar und benötigt nur ganz, ganz wenig Betonung, um zu wirken.
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Tolle Beschreibung.
Dankeschön.
Diana, die ich von einigen Fotos aus dem alten Forum „kenne“ hat einen sehr eigenen Style und ist sehr wandelbar. Wirklich 👏
Danke Dir, Uli!
Schön, dass Du „Deine“ Diana aus dem Forum wiedererkennst 🙂
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
…ah, und noch was: Der Pony war sogar frisch geschnitten auf den Bildern…er ist also gelegentlich sogar noch ein bisschen länger 🙂
Ein leicht sprachloses „Guten Morgen“, liebe Flüsterinnen und vor allem liebe Stephanie!
Ich freue mich riesig über die Outfitanalyse – wo doch genau diese Analysen seit jeher zu meinen Lieblingsbeiträgen gehören.
Und ich bin baff – darüber, welche Details du in einem Outfit (oder vielleicht eher in einem Styling, Haare etc. gehören ja auch dazu!) bemerkst und wie viel man doch ganz unbewusst über sich verrät. Ich hatte beim Einsenden ja tatsächlich die Befürchtung, dass es gar nicht viel zu analysieren gäbe – ich meine, Jeans, T-Shirt, Blazer – wie originell, oder?
Zu deinen Rückschlüssen an dieser Stelle nur so viel: Ja, ja und ja 😉
Der liebevolle und wertschätzende Blick, den du auf andere Frauen hast, spiegelt sich im Text ganz klar wider und auch das macht die Modeflüsterin zu etwas ganz Besonderem. Ich kann alle Flüsterinnen nur dazu ermutigen, sich auf eine Outfitanalyse mit dir einzulassen!
Herzlichen Gruß von Diana, die sich jetzt die Analyse nochmal durchlesen muss…
Liebe Diana,
es war mir eine Ehre, Dich in meine Mode-Glaskugel-Session einzuladen 😉
Und wieviel von meiner Lesung aus der Hand … äh… aus dem Outfit nun stimmt, das belassen wir unter uns Mädels. Ich möchte mit meiner Analyse Deine „Privatheit“ keinesfalls stören… Freue mich aber, wenn’s gefällt 🙂
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Guten Morgen liebe Diana und liebe Stephanie,
ich öffne meine Mails und lese bei Stephanie im Betreff „die feminine Androgyne“ und denke sofort an Diana. Nochmals hier ganz „offiziell“ herzlichen Glückwunsch, liebe Diana! Ich weiß noch ganz genau, wie schön es ist, eine Outfitanalyse von Stephanie zu erhalten. Ein wunderbares Geschenk! Nein, es ist ja eigentlich noch besser – denn es sind zwei Analysen.
Liebe Stephanie, die Zeichnungen sind toll geworden. Mein Outfitfavorit ist das mit schwarzem Blazer. Ich liebe die Coolness, das Lässige und dazu die kleinen, aber deutlichen femininen Akzente. Die Analyse ist so treffend, daß man wenig ergänzen kann.
Diana ist ein Typ, der nicht nur sehr jugendlich und mädchenhaft ist, sondern auch so eine gehörige Portion an natürlicher Sinnlichkeit in sich trägt, daß sie vermutlich schon lange daran arbeitet, hier im richtigen Maß „gegenzusteuern“. Es ist ein Balanceakt, da ja das Weibliche und Feminine, das Freche nicht vollständig verschwinden sollen. Deswegen kommt es eben auch auf jedes einzelne Accessoire an. Und die Frisur ist äußerst wichtig, vor allem der Pony. Ganz genau, ein Paar Schuhe kann da durchaus einen großen Unterschied in der Stilaussage machen . Und auch einen Hauch Rebellisches kann ich erkennen. Soweit ich Diana bisher kenne, ist sie in jeder Hinsicht gut getroffen. Nochmals herzlichen Glückwunsch an euch beide für diese tollen Analysen!
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und freue mich besonders, daß ich durch das „alte“ Forum Diana näher kennengelernt habe.
Herzliche Grüße
Susanne
Liebe Susanne,
oh, vielen Dank! Du kennst Diana bestimmt viel besser als ich – da ich leider die Diskussionen im „alten“ Forum nur sehr lückenhaft mitverfolgen konnte. Daher finde ich es toll, dass Du sie in der Beschreibung – und sogar schon in der Betreffzeile – sofort erkennen kannst. Unglaublich! Ich bin auch immer gespannt, ob die Analyse treffend ist – auch bei Dir damals…
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
Liebe Modeflüsterin,
gerade hatte ich mich ausführlich dazu geäußert, welchen Eindruck ich von den Outfits hatte. Leider vergaß ich die Datenschutzerklärung und nach dem „zurück“ war leider alles weg. Vielleicht gibt es da etwas nachzubessern.
Nun nur noch in Kürze: Outfit 2 wirkt auf mich aufgrund des Doppelreihers viel androgyner als Outfit 1, trotz rosa Farbe. Dachte ich. Nach lesen deiner Analyse habe ich festgestellt, dass mein Eindruck ganz entscheidend von der Haltung abhängt, die bei Outfit 1 aufgrund des angewinkelten Arms und Beins gefälliger, mädchenhafter wirkt.
Daran sieht man, dass zum Eindruck eines Outfits auch die Ausstrahlung gehört. Vielleicht sollte Diana sich ein bisschen mehr auf ihre feminine Seite einlassen ;).
Alles Liebe, auch für Diana,
Maria
Liebe Maria,
da habe ich zur Körperhaltung von Diana einen ganz anderen Eindruck. Im schwarzen Outfit empfinde ich diese als cool und nicht weiblich, vor allem wegen der Beinstellung. Weiblich wäre es für mich, die Beine eher eng beieinander zu haben oder z.B. leicht zu kreuzen. Es ist aber eine raumgreifende Haltung, die eher männlich, souverän und sehr präsent auf mich wirkt. So unterschiedlich sind die Einschätzungen … !
Viele Grüße
Susanne
Liebe Maria,
das ist schade, dass Dein vollständiger Kommentar weg war! Leider kann ich da gar nichts ändern. Das ist bei allen WordPress-Systemen so. Daher kann ich immer nur empfehlen, den Text vorab in einem reinen Textprogramm zu erstellen und dann in den Kommentar zu kopieren – gerade bei längeren Kommentaren. Tatsächlich ist mir das auch beim Beantworten der Kommentare schon mehrmals passiert… 😉
Zum Thema Diana und Weiblichkeit: Ich glaube, dass Dianas Ausstrahlung sehr weiblich ist und dass sie ihren idealen modischen Ausgleich im Hinblick auf eine Balance von weiblichen und männlichen Stil-Elementen schon gut gefunden hat. Das macht alles einen sehr harmonischen und schlüssigen Eindruck. Aber das kann natürlich nur Diana selbst wirklich beurteilen 🙂
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin
ein wunderschön geschriebener artikel! da bekommt man glatt lust, diese diana näher kennenlernen zu wollen…
Danke Dir, Chris!
Ja, ich bin sicher, dass es Spaß macht, Diana persönlich kennenzulernen… 🙂
Liebe Grüße von
Stephanie alias die Modeflüsterin