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Die besten Übergangsjacken aller Zeiten

Der Herbst hat modisch seine Tücken. Denn das Wetter ist wechselhaft. Es ist noch nicht so kalt, dass Sie Ihren Wintermantel hervorholen müssten, aber auch nicht mehr so warm, dass ein leichter Cardigan genügt. Sie benötigen jetzt das, was gemeinhin als Übergangsjacke bezeichnet wird: eine Jacke, die Sie überall hin begleitet – bei Regen, Wind, Kälte oder Herbstsonne gleichermaßen.

Aber welche typischen Übergangsjacken gibt es? Welche Jacke steht Ihnen? Und welche davon ist eine Investition wert? Ich habe für Sie die 6 besten Übergangsjacken zusammengestellt.

Die „Besten“ – das sind für mich diejenigen, die über die Zeit und wechselnde Trends hinweg Bestand haben. Es sind sozusagen die Klassiker der Übergangsjacken, die Sie sich nur einmal in bester Qualität zulegen und über Jahr(zehnt)e tragen können.

Definition: Was ist eine Übergangsjacke?

Eine Übergangsjacke ist eine Jacke oder ein Kurzmantel, der als äußerste Schicht über dem Outfit getragen wird, für den Outdoor-Einsatz geeignet ist und vor den typischen Wetterverhältnissen im Frühjahr und Herbst schützt – also vor Regen, Wind und Kälte.

Dabei gibt es verschiedene, wünschenswerte Eigenschaften, die eine Übergangsjacke mitbringt – entweder alle oder einige davon -, damit sie ihren Job überhaupt gut ausführen kann:

  • Das Material der Übergangsjacke ist nässeabweisend oder sogar regendicht.
  • Das Material hält Wind ab.
  • Das Material hat einen mittleren Kälteschutz.
  • Die Übergangsjacke ist weit genug, um einem Outfit darunter genügend Platz zu bieten und lässt sich idealerweise auch gut in einen Lagenlook einbinden.
  • Die Übergangsjacke hat eine Länge, die empfindliche Körperteile, wie beispielsweise die Nieren oder auch den Po, schützt.
  • Die Übergangsjacke hat Schnitt-Details, die den Hals und/oder Kopf schützen.
  • Die Übergangsjacke lässt sich gut schließen, aber auch in unterschiedlichen Graden geöffnet tragen.
  • Die Übergangsjacke lässt sich figürlich und stilistisch möglichst gut an unterschiedliche Voraussetzungen anpassen.

Gerade letzteres spricht allerdings dafür, dass es wohl nur für die allerwenigsten Frauen eine einzige, perfekte Übergangsjacke geben kann. Die meisten Frauen werden wohl mindestens zwei Arten von Übergangsjacken benötigen: für die Freizeit und für elegantere Anlässe, für Hosen oder für Röcke und Kleider.

Welche Jacken können diese durchaus hohen Ansprüche erfüllen? Und welche davon funktionieren bereits seit Jahrzehnten so gut, dass sie aus der Mode gar nicht mehr wegzudenken sind?

Im Folgenden finden Sie meine persönliche „Besten-Liste“.

Die Jeansjacke

Die besten Übergangsjacken: Jeansjacke

Die Jeansjacke ist das Leichtgewicht unter den Übergangsjacken. Das ist die Jacke, die Sie vom Ende des Sommers hinein in die ersten kühleren Tage begleitet.

Die bekannteste Jeansjacke ist wohl das Modell „Trucker“ von Levis (Affiliate-Link). Keine andere Jeansjacke wurde so oft kopiert und in vielfacher Weise adaptiert, wie das „Trucker Jacket“.

Das Gute: Levis selbst hat das Traditions-Modell auch für die Levis-Plus-Linie (Affiliate-Link) des Hauses aufgelegt und damit auch für Plus-Size-Damen die Möglichkeit geschaffen, diesen Jeansjacken-Klassiker zu tragen.

Dass Sie mit so einer Jeansjacke bei leichterem Regen auch mal nass werden können und das dichte Denim-Gewebe auch bei etwas windigerem Wetter standhält, ist klar. Aber auch die stilistische Vielseitigkeit der Jeansjacke spricht für sich:

  • Tragen Sie die Jeansjacke zu Hosen, aber auch zu Kleidern und Röcken im Stilbruch!
  • Wählen Sie eine taillierte Jacke, wenn Sie Ihre Taille kurviger inszenieren möchten und eine gerade geschnittene Version, wenn Sie das androgyne Element verstärken möchten.
  • Wählen Sie eine kürzere Version für optisch längere Beine sowie zum Rock oder Kleid, eine längere oder auch Oversize-Version zu Hosen im Lässig-Look.
  • Wählen Sie ein schlichtes Modell mit dunkler Waschung, um die Jeansjacke bürotauglich zu machen und ein ausgewaschenes oder „distressed“ Modell, wenn es super lässig und rockig werden soll.
  • Tragen Sie die Jeansjacke über Pullover, Sweatshirt, Bluse oder T-Shirt.
  • Oder Addieren Sie darüber einen Oversize-Blazer, eine weitere Outdoor-Jacke, eine Steppweste, einen Trenchcoat oder ein Plaid.

Und schon können Sie den Klassiker für ganz verschiedene Wetterverhältnisse fit machen.

Der Oversize-Blazer

Die besten Übergangsjacken: Oversize-Blazer

Auch der Oversize-Blazer ist erst einmal ein Leichtgewicht – ähnlich wie die Jeansjacke. Aus dickem, robustem Wollstoff, Loden oder Walkstoffen und mit mindestens hüftlangem Schnitt wird er zur Outdoor-Bekleidung für die ersten kühleren Tage.

Solche Oversize-Blazer gibt es wie Sand am Meer. Daher ist es schwer, an dieser Stelle ein einziges Modell oder gar eine einzige Marke besonders zu empfehlen.

Achten Sie einfach darauf, dass Farbe, Muster und Schnitt-Details zu Ihrem Stil und Ihrer Figur optimal passen. Dann kann der Oversize-Blazer zu einem echten Kombi-Wunder werden:

  • Tragen Sie den Oversize-Blazer zu T-Shirt, Bluse, Pullunder, Pullover oder Rolli.
  • Zu Sweatshirt oder Hoodie. Wenn Sie das Trendbarometer gelesen haben, wissen Sie: Das ist gerade mega-angesagt.
  • Tragen Sie den Oversize-Blazer zu Hosen aller Art. Achten Sie dabei aber auf eine Volumen-Verteilung, die für Ihren Figurtyp vorteilhaft ist.
  • Achten Sie darauf, den Oversize-Blazer nur zu eher schmalen, gerade geschnittenen Röcken zu kombinieren – auch wenn jetzt gerade „weit zu weit“ im Trend liegt, ist dies für die meisten Frauen nur schwer tragbar.
  • Ein Oversize-Blazer kann im Stilbruch auch zu femininen, weiter schwingenden Kleidern getragen werden – aber nur von wenigen Frauen, die dies stilistisch verkraften. Schmale Kleider darunter zu kombinieren, ist meist die bessere Wahl.

Denken Sie daran, dass Sie über den Blazer auch noch ein Poncho oder einen übergroßen Schal drapieren könnten, falls Sie noch mehr Lagen im Look benötigen…

Damit ist ein Oversize-Blazer fast genauso vielseitig einsetzbar wie eine Jeansjacke. Es kommt auf Ihren Stiltyp an, welche Version Sie lieber tragen.

Die Biker-Jacke

Die besten Übergangsjacken: Die Biker-Jacke

Was wäre ein Modeleben ohne Bikerjacke? Wenn Sie auch nur ein klitzekleines Stückchen Rocker-Gen in Ihrer Stil-DNA haben, ist die klassische Bikerjacke als Übergangsjacke für Sie perfekt.

Und wenn Sie dann noch ein Faible für echte Mode-Klassiker mitbringen, dann haben Sie die Wahl zwischen den traditionellen Modellen von Schott* oder Belstaff* (*Affiliate-Links).

Daneben gibt es eine unüberschaubare Anzahl von weiteren Anbietern von Biker-Jacken in allen erdenklichen Ausführungen.

Lesen Sie dazu am besten auch die Beitragsserie zur Bikerjacke in der Modeflüsterin-Bibliothek, um sich mit den Varianten, mit figürlichen Aspekten des Schnitts und den wichtigsten Kombinationsmöglichkeiten vertraut zu machen.

Bikerjacke stilecht - Was macht die Lederjacke stilecht und Wissenswertes

Eine echte, traditionelle Bikerjacke aus widerstandsfähigem Leder bringt ähnliche Vorteile mit wie die Jeansjacke und ist äußerst robust sowie wetterbeständig. Kein Wunder, denn sie wurde ursprünglich für Motorradfahrer entworfen, die bei jedem Wetter auf ihrem Bike unterwegs sind.

Bei den modernen Versionen sollten Sie jedoch unbedingt auf die Imprägnierung des Leders achten. Vor allem, wenn Sie die Lederjacke auch bei Regen tragen wollen.

Ansonsten ist eine echte Bikerjacke ohnehin mit etwas Patina am schönsten…

Stilistisch benötigen Sie – wie eingangs bereits erwähnt – eine rockige Stilader, um eine klassische Bikerjacke authentisch tragen zu können. Ist diese vorhanden, kombinieren Sie Ihre Bikerjacke einfach zu fast allem:

  • Zu Jeans und T-Shirt oder Pullover.
  • Zu Anzughose oder Culottes und Bluse.
  • Zu femininem, weit schwingendem Blumenrock und Boots.
  • Zu klassischem Bleistiftrock und Rollkragenpullover.
  • Zu Rüschenkleid und Combat Boots.
  • Zu „Kleinem Schwarzen“ und Pumps.

Und das ist noch lange nicht alles. Eine Lederjacke im Bikerstil ist eine Anschaffung fürs Leben. Suchen Sie so lange, bis Sie genau Ihr perfektes Exemplar finden!

Die besten Übergangsjacken aller Zeiten: Bikerjacke

Meine Bikerjacke von Belstaff trage ich unglaublich gerne. Sie ist ein Essential in meinem Kleiderschrank. Über drei Jahre lang habe ich nach meinem Lieblingsmodell gesucht. Und es dann endlich in meiner Größe in London gefunden…

Die leichte Steppjacke

Eine wattierte und abgesteppte, leichte Jacke ist ein Mode-Klassiker für schöne Herbst-Spaziergänge.

Die Steppjacken, die leicht tailliert geschnitten sind und zwischen vorderem Beckenknochen und Hüfte enden, sind ein traditioneller Bestandteil der Outdoor-Garderobe, der ganz vielen Frauen steht.

Achten Sie dabei auf das Material von Wattierung und Oberstoff. Ist der Oberstoff wetterbeständig und die Wattierung entweder aus Daunen oder einem anderen Material mit guten atmungsaktiven Eigenschaften, haben Sie einen Klassiker der Übergangsjacken entdeckt.

Solche Klassiker finden Sie beispielsweise bei Canada Goose*, Woolrich*, Patagonia*, Moncler* oder Barbour* (*Affiliate-Link).

Die besten Übergangsjacken: Die Steppjacke

Achten Sie aber darauf, dass es so genannte „lightweight“ Jacken sind – also sehr leichte und dünne Daunen-Steppjacken. Ansonsten handelt es sich nicht mehr um eine Übergangsjacke, sondern um eine Winter-Daunen-Jacke.

Zusätzlich zu den klassischen, taillierten Versionen gibt es auch Steppjacken in Blouson-Silhouette oder in einer Long-Version als Kurzmantel mit und ohne Gürtel.

  • Von der Blouson-Version der Steppjacke rate ich eher ab – es sei denn, Sie sind eine schmale H-Figur, die Blousons gut tragen kann.
  • Die längeren Varianten sind für Frauen ideal, die schnell frieren und daher auch ihren Po und die Oberschenkel bedecken möchten. Allerdings: Röcke oder Kleider sind darunter schwerer vorteilhaft zu kombinieren.
  • Eine kürzere, taillierte Version der Steppjacke hat hingegen den Vorteil, dass Sie recht problemlos die meisten stilistisch passenden Kleider oder Röcke dazu kombinieren können.

Auch diese Aufzählung macht deutlich, dass so eine leichte Steppjacke ein Basic für Ihre Übergangsgarderobe sein kann.

Der Parka

Die besten Übergangsjacken: Der Parka

Das Wort Parka stammt ursprünglich aus der Eskimo-Sprache und bezeichnet heute ganz allgemein einen gefütterten Anorak mit Kapuze.

Dabei wurde der Parka in seiner Geschichte oft für militärische Zwecke eingesetzt. Denn er ist nicht nur wärmend, sondern vor allem auch praktisch und widerstandsfähig. Immer jedoch bringt er dadurch auch eine gewisse Androgynität mit, die in Ihrer Stil-Persönlichkeit angelegt sein sollte, wenn Sie einen Parka tragen möchten.

Typisch für den Parka ist, dass er neben einer Kapuze viele, große Taschen hat – allen voran zwei große Hüfttaschen.

Zudem bestechen viele Parka-Modelle mit ihrer Wandelbarkeit:

  • Oftmals sind die Kapuzen abnehmbar oder können im Kragen versteckt werden.
  • Ebenfalls nicht selten können Sie das Innenfutter, die Innenjacken, Innenmäntel oder Innenwesten aus dem Parka herausnehmen und extra tragen.
  • Oder Sie können die Ärmel abtrennen und den Korpus als Weste tragen.

All diese Ausstattungsmerkmale haben einen enormen Einfluss darauf, wie oft und lange im Jahr und in welcher Weise Sie einen Parka einsetzen können.

Farblich stilecht ist der Parka immer in einem militärischen Olivgrün. Aber zwischenzeitlich gibt es ihn auch in allen anderen Farben, die Ihnen gefallen.

  • Am besten sehen Parkas zu sportlich-lässigen Hosen-Outfits aus.
  • Wenn Sie Stilbruch lieben, können Sie mit Midi-Röcken und längeren Parkas experimentieren, die einen Taillen-Akzent mitbringen – beispielsweise einen Tunnelzug. Dann wird es jedoch am besten aussehen, wenn Sie den Parka lässig offen darüber tragen…

Qualitativ hochwertige Parkas bieten Canada Goose*, Woolrich* und Barbour*. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis findet sich bei Wellensteyn*. Die Marke VAUDE* (*Affiliate-Links) hat sogar nachhaltige Modelle im Programm.

Die gewachste Jacke

Die besten Übergangsjacken: Die gewachste Jacke

Eine Jacke aus gewachster Baumwolle besteht fast in jedem Wetter und bei jeder Strapaze in wilder Natur. Vor allem zwei Jacken-Klassiker haben das immer und immer wieder bewiesen:

Die typische Barbour-Jacke (Affiliate-Link) ist bereits über 125 Jahre alt und wurde 1894 vom Schotten John Barbour erfunden. Dieser stattete damit ursprünglich Fischer, Seeleute und Dockarbeiter aus, damit sie sich vor dem ruppigen Nordseewetter schützen konnten.
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Die „Trialmaster“ von Belstaff (Affiliate-Link) wurde 1948 entworfen, um den Teilnehmern des „Scottish Six Days Trial“-Motorradrennens eine wetterfeste und strapazierfähige Jacke zur Verfügung zu stellen, die einfach alles mitmacht.

Sie sehen, die gewachste Baumwolljacke scheint ein besonders traditionsreicher und guter Schutz vor schlechtem – vor allem: nassem, windigem – Wetter zu sein.

Wie sieht die klassische gewachste Jacke aus?

Sie ist meist eine typische „Field Jacket“: eine Jacke, die auf Feld, Wald und Wiese ihren Mann – und schon lange auch ihre Frau – steht. Dafür bringt sie viele Patten- und Blasebalgtaschen mit, Reißverschlüsse und Druckknöpfe, Schnallen und Schließen sowie teilweise auch einen Gürtel. Eben alles, was sie so praktisch macht, dass sie unterwegs unschlagbar ist.

Der einzige Nachteil: Meist hat sie keine Kapuze. Dieses Detail bleibt dem Parka vorbehalten.

Dafür hat ein typisches Field Jacket aus gewachster Baumwolle den Vorteil, dass es nicht nur zu Hosen-Outfits, sondern auch zu herbstlichen, etwas robusteren Röcken und Kleidern tragbar ist – besonders, wenn sie tailliert geschnitten ist oder mit einem Gürtel in der Taille zusammengehalten wird.

Die klassische Barbour-Jacke darf sogar zum Hosenanzug oder Kostüm zum Einsatz kommen. Man könnte sogar behaupten: Sie ist ein Symbol des sagenumwobenen, britisch-schottischen Stoizismus gegenüber jeder Form des schlechten Wetters 😉

Die besten Übergangsjacken aller Zeiten: Die Trialmaster von Belstaff

Die „Trialmaster“ von Belstaff habe ich mir in einem dunklen Lilaton zugelegt. Ich trage sie seit rund 20 Jahren bei jedem Wetter und sie sieht immer noch aus wie neu. Diese Anschaffung hat sich gelohnt!

Der Trenchcoat – die Alternative zur Übergangsjacke

Diese Alternative zur Übergangsjacke möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Denn nicht zu jedem Outfit und schon gar nicht zu jeder Stil-Persönlichkeit passt eine der oben erwähnten Jackenarten.

Die einfachste Lösung in einem solchen Fall heißt: Trenchcoat – wenn es das Original sein soll, dann von Burberry (Affiliate-Link).

Als Jacke oder Mantel ist der Trenchcoat der zeitlose Klassiker für nasskaltes Übergangswetter schlechthin. Er passt zu (fast) allem, sieht an (fast) allen Frauen fantastisch aus und ist für (fast) alle Anlässe eine geeignete Form des stilvollen Darübers – sogar zum Abendkleid.

Muss ich mehr sagen?

Die besten Übergangsjacken: Der Trenchcoat

Das sind sie: Meine liebsten 6 Übergangsjacken und mein liebster Übergangsmantel.

Allesamt sind es zeitlose Klassiker der Garderobe. Diese Übergangsjacken sind keinerlei Trends unterworfen und erledigen ihren Job einwandfrei: Alle halten Sie auch bei typischem Übergangswetter trocken, warm und bestens beschützt.

Welche Jacke ist ihr Favorit und warum? Gibt es weitere Übergangsjacken-Klassiker, die Sie dieser Sammlung gerne hinzufügen würden?

Ich bin gespannt!