Stil finden Moodboard Annette

Das Blogger-Projekt “Finde Deinen Sommer-Stil”

Ihre Kleidung ist Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Doch wie finden Sie Ihren modischen Stil? Um Ihnen den Weg zu Ihrem ganz persönlichen Look zu erleichtert, habe ich das Blogger-Projekt “Finde Deinen Sommer-Stil” ins Leben gerufen. Mit einer Anleitung in fünf Schritten können Sie Ihren Stil entwickeln.

Dabei zeigen Ihnen einige meiner Blogger-Kolleginnen beispielhaft, wie sie selbst die Übungen durchgeführt haben. Eine ausführliche Stil-Analyse und Interpretation dazu gibt es hier auf dem Blog. Das Ergebnis ist jeweils ein Sommer-Freizeit-Look, der genau dem jeweiligen modischen Stil der Bloggerinnen entspricht.

Im fünften Teil des Projekts „Finde Deinen Sommer-Stil!“ stellt Annette von “Lady of Style” die Ergebnisse ihrer Stilfindung zum Thema Sommer-Freizeit-Outfit vor. Ob sie wohl auch in der Freizeit ihrem klassisch-eleganten Lady-Style treu bleibt? Ich glaube, ich verspreche Ihnen nicht zu viel, wenn ich sage: Sie werden heute einen interessanten Einblick in die Stil-Persönlichkeit einer ganz besonderen Frau erhalten: der feminine Stil lässt grüßen. 

Und wie immer finden Sie das fertige Outfit auf Basis der Stil-Analyse bei Annette auf dem Blog “Lady of Style”. Alleine der Name des Blogs besagt ja schon, dass hier der feminine Stil kultiviert wird. Viel Spaß!

Stil lernen mit dem Modekurs der Modeflüsterin - der Stil-Formel

Falls Sie Lust haben, diese Methode zur Stilfindung anzuwenden, dann empfehle ich Ihnen meinen neuen Online-Modekurs, die Modeflüsterin-Stil-Formel. Darin erfahren Sie alles, um Ihren einzigartigen Stil zu definieren. Schritt für Schritt, mit Übungen und Workbooks. Ab 1. März verfügbar.

Schritt 1: Stimmung und Charaktereigenschaften

Annette wählt für ihre Eigenschaften eine sehr dezente, elegante Art der Darstellung: Gold auf Weiß.

Annette wählt für ihre Eigenschaften eine sehr dezente, elegante Art der Darstellung: Gold auf Weiß.

Annette setzt ihre Eigenschaften in gerundeter, goldener Schrift auf weißen Grund. Schon hier zeigt sich eine gewisse dezente Zurückhaltung, eine Liebe für luxuriöse Details und eine Tendenz, die Dinge lieber ruhig und Ton-in-Ton zu halten. 

In Annettes Eigenschaften-Portfolio gibt es ein paar scheinbar widersprüchliche Facetten, die jedoch durchaus zusammen Sinn ergeben:

Stark vertreten sind beispielsweise Attribute, wie selbständig, unabhängig, frei und selbstbewusst. Addiert man dazu noch die Worte „erwachsen“, „klar strukturiert“, „kontrolliert“ und “ästhetisch” sowie “elegant”, ergibt sich das Bild einer sehr starken, disziplinierten Frau mit einem großen Gestaltungswillen. Dieser möchte bis ins letzte Detail ausgelebt werden – ich sage nur: „detailverliebt“!

Und dann ist da noch die andere Seite von Annette: Diese ist feminin und emotional. Doch zu viel Emotionalität darf es auch nicht sein. Denn Annette ist es wichtig, dass sie immer diplomatisch bleibt und sich kosmopolitisch – also weltgewandt – durchs Leben bewegt. Das bedeutet, dass nicht nur alle Details, sondern auch die Emotionen sorgfältig kontrolliert und angepasst werden wollen.

Sollten wir es hier mit einer Frau zu tun haben, die nicht nur Ihr Aussehen, sondern auch ihre Umgebung nach ihren eigenen, stark ausgeprägten ästhetischen Vorlieben gestalten und ganz nebenbei auch noch ihre Gefühle im Zaum halten möchte? Das könnte spannend werden!

Schritt 2 und 3: Moodboard und Design-Elemente

Das Mood Board von Annette zitiert ein gepflegtes. luxuriöses Ambiente im kühlen Schatten.

Das Moodboard von Annette zitiert ein gepflegtes. luxuriöses Ambiente im kühlen Schatten.

Annettes Moodboard stellt eine größere Anzahl an streng rechteckigen Fotos ordentlich und präzise neben- und untereinander. Jeder Platz wird ausgenutzt – die Fläche will bis ins letzte Detail gestaltet und strukturiert werden!

Auffällig oft sind auf den Fotos äußerst gepflegte, sehr luxuriös anmutende Gärten, Terrassen, Balkone und Poolszenen zu sehen. Diese sind sowohl architektonisch, als auch stilistisch so durchgestylt, dass man den Einsatz von hochkarätigen Architekten, Gartenplanern und Interior Designern förmlich spüren kann. Menschen sind nur ausnahmsweise zu sehen. Vielmehr sind es die Ergebnisse der von menschlicher Hand gestalteten Räume und Dinge, die im Mittelpunkt des Moodboards stehen.

Die mediterrane, warme, sonnige Atmosphäre ist zwar präsent, erscheint aber entfernt und hat nichts mit hitziger, verschwitzter Aktivität oder übersprudelndem Sommer-Spaß zu tun. Vielmehr wird ein großer Aufwand betrieben, ein kühles, schattiges Plätzchen für den Rückzug zu schaffen, in dem es sich stilvoll genießen lässt. Hier werden auch keine spritzigen Cocktails serviert, sondern es wird vornehm am Champagner-Kelch genippt. Diese Umgebung wurde sorgfältig inszeniert, die Wildheit der Natur geflissentlich kultiviert und in Form gebracht – bis hin zum kühlen Nass, das sich nur in den dafür vorgesehenen Pools ausbreiten darf.

Dazu werden Motive mit edel-femininen Kleidungsstücken komponiert. Alle sind weiblich-figurnah geschnitten und mit schönen Dekolletés versehen, ohne dabei jedoch aufdringlich sexy zu wirken. Alle kommen mit einer Fülle von passenden Accessoires daher – man könnte auch sagen: bis ins letzte Detail inszeniert. Kontrollierte, dezente und sorgfältig kultivierte Weiblichkeit ist angesagt. Glitzerstoffe sogen für einen Hauch von Luxus, Stoff-Drapierungen, klassisch-florale Muster und Volants sind Ausdruck von klassisch-femininer Eleganz. Folglich bleiben auch die Farben eher zurückhaltend. Zwei bis maximal drei Farbtöne sind in den Fotos zu sehen. Eine Akzentfarbe oder ein einziges Muster reichen aus, um das gewünschte modische Statement zu setzen. 

Dazu passt die dominant klassische Formensprache, die sich an länglichen, abgerundeten Formen, wie Säulenmotiven, Rundbögen und Ziergeländern, orientiert. Die Flächen sind in klare, abgegrenzte Zonen strukturiert, wobei in die größeren Flächen immer auch kleinteiligere Zonen integriert sind, in denen sich die passend gewählten dekorativen Elemente tummeln.

Auch Oberflächen sind so gestaltet, dass sie die Form wahren: Sie sind glatt, fest oder griffig, nicht allzu leicht, dünn oder gar unkontrolliert flatternd oder transparent. Sehr viele der gezeigten Stoffe und Oberflächen haben entweder einen praktischen Nutzen oder wirken schützend. Wir haben es hier mit einer erwachsenen Form der Romantik zu tun, die auf zu viel mädchenhafte Verspieltheit oder gar Zerbrechlichkeit verzichtet.

Alles spricht von Haltung und Form, ist dezent und unaufdringlich. Keine lauten Zwischentöne stören das Ambiente. Wenn Sie sich einmal die Synonyme für das Wort “kultiviert” ansehen, dann werden Sie auf Eigenschaften, wie elegant, fein, gepflegt, geschmackvoll, veredelt, verfeinert, gesittet, vornehm und gebildet stoßen. Auf diesem Mood Board bleibt jemand immer gefasst, ruhig und diszipliniert. Der Traum vom Luxusleben in sorgfältig gepflegtem Ambiente, unter wohl gekleideten, gesitteten, gebildeten und höflichen Menschen scheint greifbar nahe.

Schritt 4: Modische Elemente

Feminine Eleganz ist das zentrale modische Thema, das hier sichtbar wird.

Feminine Eleganz ist das zentrale modische Thema, das hier sichtbar wird.

Die dominante Farbkomposition basiert auf der neutralen Farbe Weiß, die wechselnd mit Rosa-, Rot-, Lila- und Mint-Tönen kombiniert wird. Aber auch Schwarz könnte in diesen Kombinationen eine tragende Rolle spielen. In den Landschaftsbildern ist Weiß ferner mit mittelhellen Blau- und Grün-Tönen zu sehen. Insgesamt bleiben die Farbkompositionen immer ruhig, mit zwar intensiven, aber niemals zu knalligen Akzenten.

Annette kann modisch die gesamte Bandbreite der klassisch-eleganten Formen und Muster einsetzen, darunter Blüten-Designs, runde Muster, Paisley, sanfte Streifen sowie rechteckige Formen. Sanft gerundete, längliche oder ovale Formen stehen ihr am besten.

Die Silhouette und die Schnitte der Kleidung sind einer schlanken, langen, klassischen Säule nachempfunden, wobei eine deutliche Taille sichtbar ist und Drapierungen sowie Volants für mehr Rundungen und feminine Weichheit sorgen. Wichtig dabei sind Basics, wie der Bleistiftrock und das figurnahe Kleid als Etui- oder Wickelkleid.

Die bevorzugten Stoffe von Annette sind glatt, matt und formstabil. Mittelschwere Baumwolle, leichte Sommer-Wolle, schwer fallende Viskose oder Seide und Krepp-Stoffe passen gut und gewähren den gewünschten Halt. Manchmal – und zur richtigen Gelegenheit – darf es aber durchaus auch luxuriös glitzern!

Bei Annettes Outfits wechseln sich ruhige Zonen und unifarbene Kleidungsstücke mit maximal einem Muster pro Look ab. Die Accessoires zu den Looks greifen die Akzentfarbe des Outfits auf, bleiben immer passend zur festgelegten, ein- bis zweifarbigen Komposition. Kleinteilige dekorative Zonen, wie Ketten, Ohrringe, Ringe, Armreifen, Taschen, Schuhe und Gürtel sind wichtige Stil-Ergänzungen, bleiben aber ebenfalls im klassisch-eleganten Formen-Spektrum und sind immer sorgfältig aufeinander abgestimmt. Annette nennt das selbst “matchy-matchy” (englisch: to match; deutsch: zusammenpassen) – und besser kann man diesen Effekt auch nicht beschreiben. Fakt ist: Hier wird nichts dem Zufall überlassen!

Insgesamt bleibt Annette auch in Ihrer Sommer-Freizeit ihrem Lady-Style treu. Denn ich bin davon überzeugt: Für Annette ist das Lady-Dasein nicht nur eine modische Erscheinung. Es ist eine innere Haltung, die sehr viel mit Disziplin, Selbstkontrolle, gutem Benehmen und dem festen Willen zusammenhängt, sich selbst die Welt so zu gestalten, wie sie gefällt. Dazu kommt eine große Portion Femininität, die weder mädchenhaft-verträumt, noch offensiv sexy, dafür aber sehr selbstbewusst präsentiert wird. So wie es eben zu einer formvollendeten Lady passt.

Annettes Stil ist mehr als Mode: Er ist ein Statement – gegen unzivilisierte Zustände und für ein kultiviertes Leben.

Neugierig geworden? Dann sehen Sie sich doch jetzt einfach mal Annettes Outfit an – klick!

Und was sagen Sie zum heutigen Fallbeispiel? Ist es stimmig? Können Sie weitere Tendenzen aus dem Moodboard erkennen? Was konnten Sie davon für Ihre eigene Stilfindung mitnehmen? Ich freue mich immer über Ihre ergänzenden Gedanken!

Ach ja, und bevor ich es vergesse: Weil es so viel Spaß gemacht hat, habe ich mich spontan dazu entschlossen, das Blog-Projekt “Finde Deinen Sommer-Stil” mit meinem eigenen Fallbeispiel abzuschließen. Im Teil 6 gibt es hier also eine Analyse des Sommer-Freizeit-Looks der Modeflüsterin. Ich hoffe, Sie sind dann wieder dabei!

Bisher sind zum Projekt “Finde Deinen Sommer-Stil!” die folgenden Beiträge erschienen: