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Meine liebsten 10 Modefilme mit stitlvollen Hauptfiguren oder einer wunderschönen Filmkostümen

*Mit Werbung in den Video-Trailern, die ich leider nicht beeinflussen kann…
Ich liebe tolle Spielfilme! Dabei mag ich vor allem die Klassiker der Filmgeschichte, wenn darin auch Mode und Stil eine besondere Rolle spielen. Die besten Modefilme sind für mich jene, in denen die Protagonisten mit ihren Looks Stilgeschichte geschrieben haben. Und dann gibt es noch meine Lieblingsfilme, die vielleicht weniger modegeschichtlich, aber dennoch stilistisch interessant sind.

Wenn also Ihr Filmprogramm in diesem Winter noch Lücken hat, dann möchte ich Ihnen heute meine liebsten 10 Modefilme vorstellen. Aus jedem Film können Sie ganz bestimmte Erkenntnisse für Ihren Stil mitnehmen, die nicht immer ganz offensichtlich sind.

Welche verborgenen Stil-Tipps das sind? Sie werden vielleicht von meiner Auswahl sowie von meiner Analyse überrascht sein…

Frühstück bei Tiffany (1961): Die Geburt zweier Weltstars

Meine liebsten 10 Modefilme: Frühstück bei Tiffany

OK. Diese Wahl überrascht jetzt nicht. Denn „Frühstück bei Tiffany“ mit der bezaubernden Audrey Hepburn führt wohl jede Film-Liste an, bei der es irgendwie um Mode geht.

Kein Wunder. Denn kein Geringerer als Hubert de Givenchy entwarf die Kostüme für diesen Film – wie übrigens auch für viele weitere Filme mit Audrey sowie für ihre private Garderobe!

Die Story des Modefilms:

Das Partygirl Holly Golightly tanzt sich unbeschwert – aber keineswegs glücklich – durch die Partyszene New Yorks. Dabei sind es vor allem wohlhabende Herren, denen sie gerne den Kopf verdreht.

Bis sie auf ihren neuen Nachbarn, den Schriftsteller Paul Varjack (George Peppard) trifft und sich eine bittersüße Romanze entwickelt.

Hier können Sie die DVD zum Film erwerben (Affiliate-Link):

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Das Offensichtliche, das sich Modeinteressierte vom Film mitnehmen können, ist natürlich:

Mit einem Kleinen Schwarzen sind Sie für alle Anlässe in Ihrem Leben bestens angezogen.

Nicht umsonst schlug das schwarze Kleid, das Givenchy für Audrey entwarf, Filmgeschichte. Wussten Sie übrigens, dass das Original bei Christie’s in London für über 600.000 Euro ersteigert wurde?

So wurden durch den Film gleich zwei Weltstars erschaffen: eine unsterbliche Schauspieler-Ikone und ein Kleid, das aus der Mode nicht mehr wegzudenken ist.

Wie Sie ein Kleines Schwarzes – oder ein „Kleines Blaues“ – elegant tragen, wissen Sie nach dem Film auch: Es braucht nur ein Collier und lange Seidenhandschuhe – und falls die Prinzessin in Ihnen durchkommt, vielleicht noch eine kleine Tiara -, um den absoluten Gipfel der Eleganz zu beschreiten.

Im Grunde sind es gar nicht so viele Kleidungsstücke und Accessoires, die im Film zu sehen sind. Denn Holly Golightly ist keine reiche Frau – sie muss mit ihrem Budget haushalten, um dennoch im Reigen der Reichen mitspielen zu können.

Es gelingt ihr durch den ältesten Trick der Modegeschichte:

Alle Kleidungsstücke und Accessoires glänzen durch zeitlose Qualität und Klasse, vielseitige Einsetzbarkeit sowie absolute Stimmigkeit mit der Stil-Persönlichkeit der Filmfigur: von den Ballerinas über das Kleine Schwarze und dem Trenchcoat bis hin zur XXL-Rayban-Sonnenbrille, die Audrey gefühlt im ganzen Film trägt.

Die modische Essenz der Geschichte ist daher für mich:

Sie brauchen nicht viel, um immer umwerfend elegant auszusehen – nur eben das Richtige in der besten Qualität. Einzelne, stilistisch passend ausgewählte, langlebige Klassiker, die Sie immer und immer wieder tragen können, bringen Sie fast überall hin.

Das Partygirl Holly Golightly könnte das Prinzip „Weniger, aber das Richtige in bester Qualität ist Mehr“ erfunden haben. Welches heute unter anderem auch das Motto der Modeflüsterin ist 😉

Pretty Woman (1990): Auf Zelluloid geprägte Frauenträume

Meine liebsten 10 Modefilme: Pretty Woman

Hätten Sie gedacht, dass dieser Film auf meiner Liste der besten Modefilme landet?

Für mich gibt es kaum einen besseren Film, in dem die Verwandlung von der Raupe zum Schmetterling so romantisch inszeniert wird. Ein Märchen für Erwachsene, das es ganz schön in sich hat…

Die Story des Modefilms:

Die Handlung des Films dürfte hinreichend bekannt sein: Reicher Geschäftsmann (Richard Gere) trifft auf ungeschliffene Perle, die sich als Prostituierte auf dem Hollywood Boulevard durchschlägt (Julia Roberts) und aus einer geschäftlichen Vereinbarung wird die Liebe fürs Leben.

Mehr Romantik – manche würden auch sagen: mehr Kitsch – geht nicht.

Warum wurde dieser Film dennoch so begeistert aufgenommen?

Zum einen natürlich, da sich niemand dem außerordentlichen Charme der Hauptdarstellerin entziehen konnte – ein Star war geboren. Und auch Richard Gere ist als Publikumsmagnet nicht zu verachten.

Ich vermute allerdings, dass auch ein paar andere Szenen des Films dafür verantwortlich sind…

Hier finden Sie die DVD zum Film (Affiliate-Link):

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Die Story ist eigentlich ein modernes Aschenputtel-Märchen – die Verwandlung von der grauen Maus zur prachtvollen Prinzessin.

Aus der aufdringlich sexy gekleideten „Bordsteinschwalbe“ (Originalzitat aus dem Film) schlüpft dank einer denkwürdigen Boutique-Szene, die Filmgeschichte geschrieben hat, ein wunderschöner, femininer Schmetterling.

Das Make-over von Julia Roberts spiegelt den modischen Zeitgeist der späten 80er Jahre wider und übersetzt diesen in ein paar traumhafte Looks, die bis heute im kollektiven Gedächtnis geblieben sind.

Zum einen zeigt der Film anschaulich:

Stilvolle Frauen haben einfach zu jedem Anlass das passende Kleid – und notfalls auch den passenden Hut dazu.

  • Das scharf geschnittene, schwarz-weiße Etuikleid für die Frau, die alles im Griff hat.
  • Das weit schwingende, unbeschwert-fröhliche Tageskleid mit Polkadots für die romantisch-feminine, flirty Note.
  • Das schwarze, klassische Cocktailkleid für repräsentative, feierliche Unternehmungen.
  • Die ganz große Robe für die Königin im Weib.

Wenn Sie eine Frau sind, die gerne Kleider trägt, ist es leicht, in jeder Lage (die in Ihrem Leben vorkommt) stilvoll zu sein.

Zum anderen begeistern mich zwei weitere Looks aus dem Film:

Der rote Hosenanzug mit Bermudas zeigt, wie ein strenger Büro-Klassiker deutlich feminine Schwingungen erhält.

Alleine dadurch, dass die lange Hose durch eine fließend fallende Bermudas mit weitem Bein ersetzt wird, erhält der Look seinen weichen, weiblichen Charme. Zusammen mit Julias Lockenpracht entsteht eine umwerfende Mischung aus Struktur und Softness – ein unauffälliger Yin-Yang-Stil-Mix vom Feinsten!

Daher mein Stil-Tipp an dieser Stelle:

Unterschätzen Sie niemals den Einfluss von weichen oder weich fließenden Stoffen auf die Stil-Aussage Ihres Looks – Sie können damit auch eigentlich strenge Looks aufweichen!

Dazu zeigt der letzte Look des Films anschaulich, dass auch die stilistische Wahrheit – wie so oft – in der Mitte liegt:

Zwischen der extrem eleganten und der extrem lässigen Spielwiese des guten Stils hat jede Frau ihr individuelles Eleganz-Level je nach Anlass und persönlichem Wohlgefühl.

Und so trägt Julia nach all den Designerkleidern zum Abschluss des Films einen zeitlosen Klassiker:

Der gute, alte Jeans-Look mit weißem T-Shirt und einem gut sitzenden, dunkelblauen Blazer ist das Geheimnis auch so mancher Stil-Ikone unserer Zeit.

Auf diese Weise werden im Film „Pretty Women“ gleich mehrere Frauenträume meisterhaft verwoben:

Der Traumprinz, das Aschenputtel-Make-over-Märchen, die Einkaufsorgie ohne Kreditlimit – einmal neu einkleiden, bitte! – und als Ergebnis: der unangestrengte Stil, der einer französischen Mode-Ikone würdig wäre.

Bei so viel übertriebener Hollywood-Traumwelt könnte man fast vergessen, dass all das gar nicht so unrealistisch ist…

Einen liebenden Partner zu finden, ist kein Ding der Unmöglichkeit.

Den eigenen Stil zu entwickeln, diesen mit wenigen, aber ausgesuchten Teilen umzusetzen und damit auf ganz unkomplizierte Art modisch glücklich zu werden – das ist kein Traum, sondern ein Potenzial, das in jedem Leben schlummert und vielleicht nur erweckt werden will.

Legen Sie die Handlung des Films einfach auf eine andere Zeitachse. Dann wird aus einer einmaligen Einkaufs-Orgie eine mehrmonatige Stilreise mit den passenden Kleidungsstücken, die im Verlauf der Zeit zu Ihnen finden.

Dank Mode-Karma. Und einer starken Vision vom eigenen, schönsten Ich.

Sex and the City (Serie: 1998 bis 2004): Vier Stil-Persönlichkeiten im Klischee-Kaleidoskop

Meine liebsten 10 Modefilme: Sex and the City

Die Serie war Kult. In den Filmen fand dieser Kult seine Fortsetzung: „Sex and the City“ schuf Serien- und Filmgeschichte. Warum?

Das eigentliche Erfolgsgeheimnis der Story liegt bei der Stylistin Patricia Field…

Die Story des Modefilms:

Eigentlich ist das Setting der Serie recht einfach. Wir erleben die Hochs und Tiefs aus dem Leben von vier Freundinnen, die vor der Traumkulisse New Yorks ihr Glück suchen – allerdings auf sehr verschiedene Weise:

  • Carrie ist die kreative Autorin, die nach Liebe, Leidenschaft, Ruhm und einer immer sprudelnden Quelle an High Heels, Couture-Kleidung und Glamour dürstet.
  • Miranda ist die Karrierefrau, die ein bisschen nüchtern und kopfgesteuert durchs Leben geht.
  • Charlotte sehnt sich – ganz in ihrer feminin-romantischen Rolle verhaftet – nach Geborgenheit, dem richtigen Partner an ihrer Seite und einem harmonischen Familienleben.
  • Samantha ist der sexy Vamp, stetig auf Männerjagd und pfeift auf Konventionen, wenn sie bei ihren Affären auf ihre Unabhängigkeit bedacht bleibt.

Wenn man sich die unterschiedlichen Charaktere und Werte dieser vier Frauen betrachtet, ist es eigentlich ein Wunder, dass diese so enge Freundinnen werden konnten.

Aber gerade die vielen Lebenssituationen oder auch scheinbaren Dilemmas, in die die Freundinnen geraten sowie die spritzigen Dialoge rund um ganz unterschiedliche Sichtweisen dazu machen den Charme der Handlung aus.

Denn jede kleinere oder größere Lebenskrise kann aus vier Perspektiven heraus analysiert werden. Und sicherlich kann jede Zuseherin ihren Standpunkt in der Diskussion der Serienfiguren wiederfinden.

Die komplette Serie von “Sex and the City” gibt es hier (Affiliate-Link):

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Ich glaube, dass der entscheidende Suchtfaktor für Serie und Film von den Kostümen der Protagonistinnen ausging. Diese wurden von der Stylistin Patricia Field gestaltet und machte diese zum – wenn auch unsichtbaren – eigentlichen Star der Sendung.

Denn genau betrachtet ist die ganze Serie eine nicht enden wollende Stilberatung.

Die vier Hauptdarstellerinnen sind die idealen Stereotypen für vier Stil-Persönlichkeiten: Die kreative Extravagante, die klassisch-elegante Karrierefrau, die feminin-romantische Sanfte und die sexy, selbstbewusste Verführerin.

Wenn Sie sich die Filmgarderobe der vier Damen ansehen, werden Sie feststellen, dass diese auch die entsprechenden Stil-Facetten aufweisen:

Carrie trägt gerne einen extravaganten Stil-Mix aus originellen Einzelstücken, der ihrer Kreativität, ihrer grenzenlosen Verspieltheit und ihrer Experimentierlaune ebenso entspricht wie ihrem Mädchen- bzw. Prinzessinnen-Gen und den erwachsen-femininen, glamourösen sowie kapriziösen Anteilen ihrer Stil-Persönlichkeit.

Miranda wird häufig in strenge Etuikleider gesteckt – sehr gern in Grau oder einer anderen neutralen Farbe. Muster sieht man an ihr kaum, ebenso wenig Knallfarben oder irgendein übertriebenes oder opulentes Detail. Sie wird klar und kompetent inszeniert, um ihre eher nüchterne und kopf-gesteuerte Film-Persönlichkeit zu betonen.

Charlotte wiederum trägt überwiegend Pastellfarben oder hellere Kleidung und besticht in den schönsten Fit-and-Flare-Silhouetten aus weich fallenden, fließenden Stoffen. Auch Spitze und feine, zarte Stoffe sowie ebensolche Muster darf sie bedenkenlos tragen, um ihrem sanften, gefühlsbetonten Film-Charakter die passende stilistische Note zu verleihen.

Samantha wiederum zeigt so viel Haut und Kurven wie sonst keine der vier Freundinnen. Hautenge, knallrote Minikleider, aufreizende Cut-outs an den verschiedensten Körperzonen und sinnliche Seide, rockiges Leder oder einzelne, dramatisch wirkende, dekorative Details bestimmen ihre Filmgarderobe.

Wow!

Die vier Freundinnen in “Sex and the City” sind Ikonen für die vier stilistischen Stereotypen, die ganz häufig in der Stilberatung herangezogen werden.

Genau das funktioniert hervorragend. Denn fast jede Frau kann ihren eigenen Stil in einem oder mehreren der skizzierten Frauenbilder wiederfinden.

Somit ist “Sex and the City” eine Art Stil-Buffet, in dem sich jede Zuseherin nach Lust und Laune bedienen und ihren eigenen Stil-Mix zusammenstellen kann.

Denn in Wahrheit kann sich fast keine Frau nur einem Stiltyp zurordnen. Dazu sind Frauen viel zu komplex! Aber wir können unterschiedliche Anteile von unterschiedlichen Stiltypen in uns tragen – die wir je nach Anlass mehr oder weniger betonen.

Die vier Freundinnen rund um Carrie Bradshaw bieten uns hierfür eine wunderbare Projektionsfläche für unseren eigenen, ganz individuellen Stil-Mix.

E-Mail für Dich (1998): Eine Frisur macht Karriere

Meine liebsten 10 Modefilme: E-Mail für Dich

Einer meiner langjährigen Lieblingsfilme ist auf dieser Liste, da er ebenfalls Stilgeschichte geschrieben hat – allerdings etwas anders als üblich. Und daher taucht er auch auf keiner Bestenliste für Modefilme auf – zumindest auf keiner, die ich kenne.

Die Story des Modefilms:

Die Besitzerin eines wunderbaren, traditionsreichen Ladens für Kinderbücher, gespielt von Meg Ryan, geht über E-Mail eine Brieffreundschaft mit einem Unbekannten ein. Sie weiß nicht, dass sich hinter dem Pseudonym der Chef einer riesigen Buch-Supermarktkette verbirgt, gespielt von Tom Hanks.

Während die beiden im richtigen Leben in einen Existenzkampf der Buchhändler verwickelt werden, entwickelt sich online eine zarte Romanze.

Hier gibt es den Original-Film (Affiliate-Link):

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Zuerst einmal ist die Person, die Meg Ryan im Film spielt, einfach nur bezaubernd. Ihr Engagement, ihr großes Know-how und ihr noch größeres Herz für Kinder – und die gewisse Unverdorbenheit, mit der sie der Welt begegnet – erobern die Sympathie der Zuschauer sofort.

Allerdings ist es vor allem ihre Frisur, die nach dem Film Karriere macht.

Der fransige Bob von Meg Ryan wird zum Renner in den Friseursalons der Welt. Ein bisschen burschikos und unkompliziert, ein bisschen frech und widerspenstig, ein bisschen intellektuell, ein bisschen weich und weiblich – so wollen anscheinend viele Frauen sein.

Das Beste aber ist: Diese Frisur sieht zu wirklich allen Looks, die Meg im Film trägt, hervorragend aus. Denn auch ihre Rolle changiert zwischen der verlässlichen Freundin zum Pferdestehlen, dem frechen Lausbuben-Charme, der jungen intellektuellen Autorin und der verletzlichen, verträumten, jungen Frau.

Wenn Sie den Film das nächste Mal ansehen, dann achten Sie einfach einmal auf die Outfits im Film, die genau diese Stil-Essenzen widerspiegeln.

Besonders deutlich wird das in den letzten beiden Filmszenen:

Meg verwandelt sich von der guten Freundin, gekleidet in locker sitzenden, burschikosen Chinohosen, zur romantischen Frau im pastelligen Fit-and-Flare-Kleid, die ihrem ersten Date entgegenfiebert.

Eine wunderschöne, stilistische Verwandlung!

Zu beidem passt ihre Bob-Frisur optimal.

Wenn Sie eine solche Frisur gefunden haben, die zu allen Ihren wichtigsten Stil-Facetten passt, dann lassen Sie sie nicht mehr los! Im Gegenteil: Dann machen Sie Ihre Frisur zu Ihrem Markenzeichen!

Nutzen Sie die Stil-Power einer guten Frisur und sehen Sie in allen Lebenslagen unangestrengt stilvoll aus.

Haare gut, alles gut.

Was das Herz begehrt (2003): Die pure Hamptons-Ästhetik überzeugt

Meine liebsten 10 Modefilme: Was das Herz begehrt

Diesen Film hatte ich Ihnen schon einmal in der Modeflüsterin-Bibliothek vorgestellt. Denn alleine die Filmgarderobe von Diane Keaton ist eine Erwähnung in dieser Best-of-Filmliste wert.

Die Story des Modefilms:

Diane Keaton spielt eine geschiedene, emanzipierte und sehr erfolgreiche Bühnenautorin in ihren 50ern, die nicht so recht zugeben mag, dass sie unter ihrer Einsamkeit leidet. Bis der seniore, neue Freund ihrer Tochter in ihr Leben tritt – gespielt von Jack Nicholson – und es gehörig durcheinander wirbelt.

Aus tiefer Abneigung für den Lebensstil des jeweils anderen entwickelt sich – ganz nach Hollywood-Schema – erst ein One Night Stand und schließlich die ganz große Liebe.

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Der Film besticht durch eine Ästhetik, die einen sofort gefangen nimmt. Vor dem Hintergrund der amerikanischen Hamptons mit ihren eleganten, weißen Häusern am beigen Sandstrand agiert die wunderbare Diane Keaton in ihrem unverwechselbaren, puristisch-klassischen, natürlichen Stil.

Ihre Outfits wechseln von hochgeschlossenen, kühlen und ein wenig strengen Looks, über sportlich-androgyne Lässigkeit bis hin zu klassischer Weiblichkeit. Sie bleiben jedoch immer schlicht, pur und clean.

Und sie inszenieren die schmale H-Figur von Diane Keaton von Fall zu Fall eher burschikos oder kurvig – je nachdem welcher Anlass im Film gerade gegeben ist. Ob sie gerade verführerisch oder doch eher kameradschaftlich wirken möchte.

Frauen mit H-Figur und puristischem Stilkern können sich ganz viel von diesem Film abschauen. So viel, dass ich darauf aufbauend eine kleine Capsule Wardrobe für diesen Stiltyp in der Modeflüsterin-Bibliothek entworfen habe.

Aber auch andere Figurtypen können dieses Stil-Wissen ganz einfach anwenden:

Behalten Sie die Farb-, Material- und Stilwelt des Films – die typische Hamptons-Ästhetik – bei und tauschen Sie einfach die Looks im Film gegen die Schnitte aus, die Ihnen stehen. Fertig ist eine zusammenhängende Garderobe für Freizeit, Beruf und flirty Dates.

Mein Tipp dazu, wenn Sie sich zukünftig Filme ansehen:

Lernen Sie von den besten Kostümbildnerinnen und Stylistinnen der Welt! Beobachten Sie, welche Garderobe sie für ihre Hauptfiguren entwerfen und sammeln Sie die Details, die auch zu Ihrer Stil-Persönlichkeit passen!

Der Teufel trägt Prada (2006): Ein teuflischer Einblick in die Modebranche

Die besten 10 Modefilme: Der Teufel trägt Prada

Dieser Film dürfte in einer Besten-Liste der Modefilme keine Überraschung sein – führt er doch viele Bestenlisten von Modefilmen an. Und dennoch… Hinter dem Offensichtlichen sehe ich im Film auch etwas, von dem viele Frauen lernen könnten.

Die Story des Modefilms:

In diesem Film ergattert Andy alias Anne Hathaway einen Job als Assistentin bei Miranda Priestly alias Meryl Streep, der Chefredakteurin der bedeutendsten Modezeitschrift in New York.

Die eiskalte Chefin lässt Andy in jeder Minute spüren, dass sie nicht schick genug ist. Zudem wird sie von Kolleginnen gemobbt. Denn sie weiß nichts über Mode und so sieht sie auch aus – ein No-Go, wenn man in der Modebranche arbeiten möchte!

Auch wenn Andy schnell lernt und alles daransetzt, sich in diesem Ambiente immer besser zu bewegen, steht sie schon bald vor dem Burn-out. Familie und Freunde wenden sich von ihr ab und irgendwann muss sie sich entscheiden:

Wird sie eine weitere Protagonistin im intriganten Mode-Spiel und um welchen Preis?

Ein pikantes Detail zum Film ist: Die Romanvorlage zum Film stammt von Lauren Weisberger, die zuvor als Assistentin von Anna Wintour arbeitete – der legendären Chefredakteurin der US-amerikanischen VOGUE.

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Mit diesem kritischen Blick in die Mode- und Medienwelt fällt auf:

In einer Welt der stetig neuen Kollektionen, des kreativen Wettbewerbs, der gegenseitigen Abhängigkeiten gerät das modische Wohlergehen der einzelnen Frau völlig aus dem Blick.

Stattdessen beherrschen Eitelkeiten, das Ego der Protagonisten und Machtspiele die Szene. Im Film sehen wir Menschen, deren Leben maßgeblich von Mode und Stil beeinflusst wird. Fast schon schicksalhafte Ko-Abhängigkeiten dominieren das Geschehen.

Die Frage drängt sich auf: Wie wichtig ist Mode und guter Stil wirklich?

Wo ist die Grenze, an der eine gesunde Form von kreativer Perfektion und Suche nach dem ultimativ Schönen in Obsession und Mobbing umschlägt?

Auf der einen Seite sind es herausragende, fast schon manisch perfektionistische Designer mit einer großen Vision, die uns mit ihren außergewöhnlichen modischen Kreationen beglücken. Es sind Stoff-Künstler, die das Handwerk der hohen Schneiderkunst – der Haute Couture – weiterentwickeln und damit am Leben erhalten.

Dazu kommen ein paar einflussreiche sogenannten „Gatekeeper“ („Türsteher“), die entscheiden, welche Kreationen schließlich in den Markt kaskadieren. Monarchengleich verkünden sie ihr Placet, was „man“ jetzt trägt.

Auf der anderen Seite zeigt der Film, dass Frauen, die sklavisch dem Modediktat folgen und von denen erwartet wird, dass sie ständig perfekt gestylt sein müssen, sich selbst sehr schnell verlieren.

Die Erwartungen von außen und die Angst vor sozialer Ausgrenzung können einen unglaublich hohen Druck aufbauen. Je mehr sich eine Frau von diesem äußeren Druck abhängig macht, desto mehr gibt sie sich selbst auf.

Sie meinen, das sei nur in der Modebranche so?

Keineswegs. Das passiert ständig – im Kleinen, in unserem Alltagsleben, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Je weniger Frauen ihren Stil aus ihren inneren Bedürfnissen speisen, je mehr sie sich modisch vor allem ihrer Umwelt anpassen und den Erwartungen entsprechen wollen, desto fremdbestimmter sind sie und desto weniger können sie modisch glücklich werden.

Dazu gehört auch die Entscheidung, wie wichtig Mode und Stil im Leben überhaupt ist. Oder bei welcher Gelegenheit welches Maß an Perfektion angemessen ist, um ein persönliches Wohlgefühl herzustellen.

Für mich waren daher im Film „Der Teufel trägt Prada“ diejenigen Szenen am schönsten, in denen Andy ihren eigenen Look gefunden hat. Vor allem ein Outfit bleibt in Erinnerung, in dem sie ihre wahre Persönlichkeit zeigt, zu der sie sich im Verlauf des Films entwickelt hat:

Sie setzt auf einen lässigen, entspannten Jeans-Look mit schwarzem Rollkragenpullover, brauner Lederjacke und Stiefeln.

In ihrer Zeit als Redaktionsassistentin hat sie viel über Mode und Stil gelernt – vor allem darüber, was ein Kleidungsstück hochwertig macht: Design, Material und Produktionsqualität. Und sie weiß jetzt, dass es Menschen gibt, die in diesem Bereich eine außerordentlich große Leistung erbringen – eine Leistung, die ihren Respekt verdient.

Auch hat Andy akzeptiert, dass guter Stil eben nicht ganz unwichtig ist – vor allem, wenn sie erfolgreich sein möchte. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie dem Modediktat sklavisch folgen muss.

Dieses Wissen bringt sie in ihren Look jetzt ein – ohne dabei jedoch auf die natürliche, unkomplizierte Bodenständigkeit zu verzichten, die sie in sich trägt. Sie ist modisch bei sich selbst angekommen.

Somit ist der Film vor allem eines:

Eine Emanzipations-Saga für starke Frauen, die sich vom allgegenwärtigen Perfektionsdruck befreien, stattdessen die Macht der Mode erkennen und diese intelligent für ihre eigenen Lebensziele einsetzen.

Ganz nach dem Motto: Lerne von Deinen Feinden!

Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin (2009): Vom Kaufrausch zum erfüllten Leben

Die besten 10 Modefilme: Shopaholic

Dieser Film hat es schon in mehrere Bestenlisten geschafft – hauptsächlich aufgrund der stylischen Kleidung, die Isla Fisher als Hauptdarstellerin trägt.

Auch wenn der Film selbst eine der typischen, romantischen Komödien in gewohnter Hollywood-Manier ist und keine großen Überraschungen bereit hält, so finde ich dennoch ein Detail daran bemerkenswert, das gar nicht häufig genug erwähnt werden kann…

Die Story des Modefilms:

Isla Fisher spielt im Film eine mehr oder weniger erfolglose Journalistin, die kaufsüchtig ist. Sie liebt Mode in all ihren wunderschönen Erscheinungsformen und versucht, ihrem langweiligen Leben durch Shopping-Orgien zu entkommen.

Als sie sich für ihren Traumjob bei einem Modemagazin bewerben möchte, landet sie durch einen Irrtum versehentlich bei einem Wirtschaftsjournal. Bevor sie sich versieht, gibt die hoch verschuldete Nachwuchsjournalistin guten Rat in Sachen Finanzmanagement und avanciert zum anonymen Star der Branche.

Natürlich verliebt sie sich in ihren Chef. Und natürlich gibt es weitere Irrungen und Wirrungen, als auch noch der Mitarbeiter eines Inkasso-Büros hinter der anonymen Star-Kommentatorin her ist.

Sie können sich wahrscheinlich schon denken, wie die Geschichte ausgeht oder?

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Neben den wunderschönen, farbenprächtigen Looks, die eine rothaarige Isla Fisher im Film trägt, ist es vor allem die Situation, in der sich die junge Journalistin befindet, die nachdenklich macht.

Eigentlich beschreibt der Film etwas, was auch in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist: Shopping-Sucht.

Rebecca ersetzt die schönen Erlebnisse und Gefühle von Liebe, Freundschaft und Erfolg, die in ihrem Leben fehlen, durch das Hochgefühl beim Kleidungskauf. Sie kauft immer weiter ein und weicht den negativen Konsequenzen aus, bis es nicht mehr möglich ist und sie sich ihrer Sucht stellen muss.

Sie meinen, das betrifft nur wenige Frauen? Weit gefehlt!

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Frauen ihre Probleme hinter überquellenden Kleiderschränken verstecken. Wie viele Frauen sich mit dem Kauf von Kleidung belohnen oder die Erfolgserlebnisse verschaffen, die sie im Leben vermissen. Wie viele Frauen Kleidung kaufen, die sie gar nicht brauchen – nur um die innere Leere zu füllen. Wie viele Frauen etwas im Außen hinterherjagen, das sie nur im Inneren finden können.

Der Film führt uns vor Augen, dass die Verführung in unserer Konsumgesellschaft hinter jeder Ecke lauert. Und dass sich kaum jemand von überflüssigen Spontankäufen ganz frei machen kann. Zumindest nicht, bis Frau ganz genau weiß, wer sie ist, was sie will und was sie wirklich braucht.

Im Film wird dies natürlich maßlos übertrieben. In der Realität sollten sich jedoch alle Frauen häufiger hinterfragen, warum sie Mode kaufen.

Wenn Sie ehrlich sind:

  • Was ist Ihre innerste Motivation, wenn Sie sich ein neues Kleidungsstück kaufen?
  • Haben Sie die Grundlagen dazu geschaffen, dass Ihr Kauf sinnvoll ist?
  • Wissen Sie genau, wer Sie stilistisch sind und wo genau die Lücken in Ihrer Garderobe sind?
  • Wissen Sie genau, was Sie schon besitzen und wie Sie diesen Bestand bestens nutzen können?
  • Und wissen Sie genau, wie viel Sie monatlich für Mode ausgeben wollen und können?

Wenn die Teilnehmerinnen mit dem ersten Kurs der Fashion-Formel starten, empfehle ich immer, eine Kauf-Diät zu machen – sich nichts mehr zu kaufen, bis sie ganz genau wissen, ob es das Richtige für sie ist.

Nichts mehr zu kaufen, scheint jedoch für viele Frauen fast ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Dabei ist ein maßlos überfüllter Kleiderschrank meist nur ein Symptom für tiefer liegende psychische Mechanismen…

Wenn auch Sie viel zu viel Kleidung im Schrank haben, die Sie nie tragen, ist es offensichtlich, dass bisherige Käufe nicht den gewünschten Erfolg – nicht die gewünschte Erfüllung – gebracht haben.

Tatsächlich befinden sich viele Frauen in einer Art „Trial-and-Error“-Zirkel zwischen Traum, Hoffnung, Fehlkauf und Enttäuschung. Doch anstatt das Problem bei der Wurzel zu packen und ein für allemal zu lösen, bleiben sie in diesem Teufelskreis hängen.

Tatsache ist:

Spontankäufe produzieren zwar ein kurzfristiges Belohnungs-Hoch im Gehirn, machen jedoch nicht modisch glücklich. Wenige, sorgfältig ausgewählte und geplante Käufe zu tätigen und diese Lieblingsteile über viele Jahre hinweg mit Freude zu tragen, aber schon.

Und so hält der Film „Shopaholic“ auf eine sehr amüsante, humorvolle und leichtfüßige Weise vielen Frauen den Spiegel vor. Er ist im Kern ein kleines Mahnmal und Konsumkritik zugleich.

Denn ein bisschen Rebecca Bloomwood steckt in fast jeder Frau oder?

Best Exotic Marrigold Hotel (2011): Die sommerliche O-Figur zu kleiden, kann so einfach sein!

Meine liebsten 10 Modefilme: Best Exotic Marrigold Hotel

Diesen Film wollte ich Ihnen eigentlich schon lange vorstellen. Er ist ein kleines Juwel, das damals, bei seinem Erscheinen aus meiner Sicht viel zu wenig Aufmerksamkeit erhalten hat.

Der Film „Best Exotic Marrigold Hotel“ (nur der erste Film – nicht Teil 2!) bietet nicht nur einen Vorgeschmack auf eines der großen Probleme unserer westlichen, überalternden Gesellschaften, sondern auch genügend Augenschmaus, um als „Modefilm“ auf die Liste meiner liebsten Filme zu landen.

Grund dafür ist eine unglaublich attraktive Judy Dench.

Die Story des Modefilms:

In irgendeiner indischen Großstadt findet sich eine illustre, englische Rentner-Kombo zusammen, um ihren Lebensabend in der vermeintlich luxuriösen Senioren-Residenz „Best Exotic Marrigold Hotel“ zu verbringen.

Der Grund dafür ist klar: Alle hoffen darauf, sich mit ihrer kleinen Pension ein besseres Leben im Alter zu ermöglichen und der Altersarmut zu entfliehen. Für ein bisschen mehr Luxus sind sie bereit, den Preis zu zahlen und ihren letzten Lebensabschnitt fern von Freunden und Familie zu verbringen.

Was sie nicht ahnen ist, dass das Hotel aus der vielversprechenden Anzeige eine Bruchbude ist und der junge, ambitionierte Hotelmanager mit seiner Idee, aus dem verfallenden Erbe eine Seniorenresidenz zu zaubern, ums Überleben kämpft.

Aus diesem Setting entspinnt sich eine äußerst menschliche, anrührende Dramödie, die sicherlich keine Zuschauerin kalt lässt.

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Auch Judi Dench spielt eine der Senioren, die sich notgedrungen auf das Abenteuer Indien einlassen.

Dabei trägt die Schauspielerin, die ein kleiner O-Figurtyp ist, eine so simple, aber geniale Garderobe, dass ich sofort begeistert war.

  • Sie schwelgt in hellen, pastelligen und dennoch intensiven Farbtönen, die mit ihrem Farbtyp und dem silbrigen Haar perfekt harmonieren.
  • Ein Tunika-Top zusammen mit einer weiter geschnittenen Leinenhose bilden eine Art Uniform. Die Silhouette bleibt dabei lang, schmal und den Körper locker umfließend.
  • Vor diesem Hintergrund schaffen wechselnde, aufwändig drapierte, große Tücher mit wunderbaren Farben und Mustern die nötige Abwechslung.

Eine lange, schmale, locker fließende Silhouette plus ein Blickpunkt am Gesicht ist im Prinzip alles, was eine kleine O-Figur braucht..

Der Geheimtipp dazu ist ein großes Tuch, das entweder Schultern und Dekolleté bedeckt oder locker und lang vom Hals herabhängt und so für eine zusätzliche vertikale, streckende Linie im Outfit sorgt.

Das ist eine der einfachsten und dennoch wirkungsvollsten Outfit-Formeln für den O-Figurtyp – speziell für wärmeres Klima.

Auch wenn Sie kein O-Typ sind, sich aber eine einfache Outfit-Formel für den Sommer wünschen, könnten Sie dieses Rezept versuchen. Und dann mit nur wenigen, essenziellen Kleidungsstücken sowie einem ausgewählten Assortiment an Statement-Tüchern einen völlig entspannten Sommer genießen.

Ob dieser dann in Deutschland stattfindet oder es ein Dauer-Sommer im Ruhestand an irgendeinem anderen schönen Ort der Welt sein wird, ist eine andere Geschichte…

The Dressmaker (2015): Die Magie der perfekten Schneiderkunst

Die besten 10 Modefilme: The Dressmaker

„Dressmaker“ ist ein kleiner, magischer und gleichzeitig böser Film mit einer fantastischen Kate Winslet in der Hauptrolle. Ich hatte Ihnen diesen Film schon einmal hier vorgestellt – aus gutem Grund. Denn es ist eine wahre Bilder-Orgie!

Die Story des Modefilms:

Im Film spielt Kate Winslet eine talentierte Schneiderin, die nach vielen Jahren wieder in ihre alte, australische Heimat – einem kleinen, verstaubten Dorf mitten im Nirgendwo – zurückkehrt. Aus dieser wurde sie als kleines Mädchen vertrieben, nachdem ihr vorgeworfen wurde, einen kleinen Jungen getötet zu haben.

Sie beginnt, die Dorfbewohner mit ihrer Schneiderkunst zu manipulieren und setzt damit Ereignisse in Gang, die sich nicht mehr aufhalten lassen. Denn der Macht von perfekt geschnittener Kleidung aus hochwertigen Stoffen – und dem Mehr an Selbstbewusstsein, das dadurch entsteht – kann sich niemand entziehen.

Und so bemerken die Dorfbewohner erst viel zu spät, dass Kate Winslet als Rachegöttin zu ihnen zurückgekehrt ist…

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Der Film „The Dressmaker“ ist eine Ode an die hohe Schneiderkunst.

Im Zeitalter der Fast Fashion fast schon in Vergessenheit geratene Werte, wie perfekte Handwerkskunst, Schnitte, die aus jeder Frau eine verführerische Sirene zaubern und Stoffe, aus denen Träume gewoben werden, erhalten im Filmgeschehen die Bedeutung, die ihnen zukommt.

Denn Mode ist mächtig.

Der Film zeigt anschaulich, wie sich guter Stil nicht nur auf andere auswirkt, sondern vor allem auch auf die Trägerin selbst.

Wie gut angezogene Menschen über sich hinauswachsen können. Und welche enorme Kraft erzeugt wird, wenn Menschen dank der passenden Kleidung innerlich zu der Persönlichkeit heranwachsen, die in ihnen steckt.

Wer die Wirkung von Kleidung unterschätzt, wird in diesem Film eines Besseren belehrt.

“Dress for Success”, “Fake it until you make it” oder “Kleider machen Leute” – egal, welche Weisheit Sie bevorzugen, Sie werden in „The Dressmaker“ den Beweis dafür finden.

Ein Film, der absolut sehenswert ist – nicht nur für Fans von Kate Winslet und der Mode der 50er Jahre!

Madame (2017): Zwei Stilprofile und ein Ratespiel

Meine liebsten 10 Modefilme: Madame

Dieser Film ist eine kleine Perle, die es zu entdecken gilt. Vor allem modisch versteckt sich darin eine lehrreiche Lektion in Sachen Stil-Persönlichkeit.

Die ausgesprochen feinsinnig gestalteten Filmkostüme haben mich bereits bei Erscheinen des Films dazu inspiriert, aus der Garderobe der beiden Filmfiguren ein kleines Stil-Ratespiel zu gestalten.

Sollten Sie das Stil-Ratespiel noch nicht absolviert haben: am besten gleich hier nachholen!

Die Story des Modefilms:

Toni Collette spielt im Film Anne, die amerikanische Hausherrin eines hochherrschaftlichen Palastes in Paris. Die kühle, kontrollierte Blondine ist eine routinierte Gastgeberin luxuriöser Dinner-Abende mit einem elitären Anspruch nicht nur an ihre Gäste.

Darüber hinaus pflegt sie ihre Neurosen und ist Mittelpunkt der großen Show der Schönen, Reichen und Verbiesterten.

In dieses Bild gesellt sich Maria, das spanische Dienstmädchen, gespielt von Rossi de Palma. Bescheiden, aber mit einem großen Herzen auf dem richtigen Fleck gesegnet, führt die üppige Schwarzhaarige den Luxus-Haushalt mit großer Perfektion.

Und dann geschieht das Unerwartete, das alle Beteiligten aus ihrer Umlaufbahn katapultiert: Denn Maria wird von ihrer abergläubischen Chefin dazu gedrängt, den 14. Inkognito-Gast auf einer Gala-Dinnerparty zu mimen.

Das charakterstarke, temperamentvolle Dienstmädchen landet ganz unvorbereitet im Haifischbecken der reichen Dekadenz – eine Geschichte, die ihren Lauf nimmt… und von der ich Ihnen nicht zu viel verraten möchte.

Was Frau von diesem Modefilm für ihren Stil lernen kann:

Abermals ist es die Kostümbildnerin des Films, der hier besondere Ehre gebührt. Denn der Film ist ein wahrer Kleiderreigen.

Beide Kontrahentinnen tragen die schönsten Kreationen – allerdings in sehr sorgfältig ausgewählten Stoffen und Schnitten, die zur jeweiligen Film-Persönlichkeit perfekt passen.

Wenn Sie die Garderobe der beiden Hauptdarstellerinnen analysieren und sich dabei auf die vielen kleinen Stil-Facetten ihrer Kleider konzentrieren, werden Sie eine kleine Lektion in Sachen Stiltyp durchlaufen.

Auf der einen Seite wird durch die Kleider die kühle, pure, distanzierte und dennoch sublim verführerische Stil-Persönlichkeit von Anne stilisiert und ihr schlanker H-Körper auf feminin-sportliche Weise inszeniert.

Auf der anderen Seite erhält die temperamentvolle, warmherzige Südländerin Maria ein auf ihren Stiltyp zugeschnittenes Kleider-Assortiment, das nicht nur ihre X-Figur vorzüglich präsentiert, sondern auch durch einen dezenten, wunderbar inszenierten Retro-Flair überzeugt.

Der Kleiderreigen in Verbindung mit den passenden Stil-Persönlichkeiten könnte nicht besser ausgewählt sein. Die kleine Lehrstunde funktioniert sogar so instinktiv, dass ich sicher bin, auch Sie können mein kleines Stil-Ratespiel dazu lösen. Wetten?

Auf jeden Fall werden Sie es selten erleben, dass die Stil-Facetten von Kleidern so detailliert interpretiert werden wie in diesem Film. Großes Stil-Kino eben.

Fazit: Filmperlen mit Stil-Aussage

Damit sind wir am Ende der kleinen Best-of-Liste meiner 10 liebsten Modefilme.

Einige der angeführten Filme werden Sie wahrscheinlich überrascht haben. Denn es sind nicht die typischen Modefilme, die man an dieser Stelle erwarten würde. Viele Filme der klassischen Best-of-Listen fehlen ganz.

Andererseits halte ich nichts davon, Ihnen hier Filme zu empfehlen, die zwar modisch relevant und anspruchsvoll sind, mich jedoch vom Unterhaltungswert nicht in gleichem Maße angesprochen haben.

Für mich müssen gute „Modefilme“ alle Wünsche erfüllen, die ich auch an gute Filme habe: Sie überzeugen durch eine fesselnde Geschichte, bieten beste Unterhaltung zum Mit-Weinen, Mit-Fiebern, Mit-Schwärmen oder Mit-Lachen und zeigen tolle Schauspieler in sympathischen Rollen.

Wenn sie darüber hinaus noch wunderschön modisch inszeniert wurden, die Darsteller in stilvollen Kostümen glänzen oder eine kleine, aber feine Lektion in Sachen Mode mitbringen, bin ich begeistert. Dann gehören sie auf meine Liste der liebsten Modefilme.

Vielleicht führe ich die Liste ja bei Gelegenheit fort. Spätestens dann, wenn ich wieder eine dieser modisch interessanten Filmperlen entdecke, werde ich es Sie auf jeden Fall wissen lassen.

Bis dahin interessiert mich sehr, welcher der obigen Filme für Sie zu den besten zählt. Oder ob Sie weitere tolle Filme (oder auch Serien) kennen, die ich mir ansehen, stilistisch analysieren und hier einmal vorstellen sollte?

Ich freue mich auf Ihre Gedanken und Vorschläge!

10 Stil-Fragen und 10 Antworten...

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