Modetrends für Herbst und Winter 2021/22: Teil 1 bis 4

Was sind die Modetrends für Herbst und Winter 2021/22? In bewährter Tradition habe ich die Laufstegmode der letzten Fashion Weeks eingehend inspiziert und für Sie die wichtigsten Trends herausgefischt. Das wird immer schwieriger. Denn die Vielfalt der modischen Erscheinungen ist kaum mehr zu bändigen.

Dazwischen schiebt sich immer wieder Altbekanntes – Trends, die schon längst zum Klassiker geworden sind.

Daher habe ich im Modeflüsterin-Trend-Barometer Herbst/Winter vor allem diejenigen Modetrends aufgegriffen, von denen ich denke, dass sie auch in den Geschäften zu sehen sein werden – oder die so absurd sind, dass ich Sie Ihnen einfach nicht vorenthalten wollte… 😉

Auf jeden Fall ist sicher: Sie werden modisch bestens informiert sein und können mitreden!

Wie immer wird das Modeflüsterin-Trend-Barometer in vier Teilen veröffentlicht:

Begleitend habe ich Ihnen auf Pinterest ein Trend-Board erstellt. Dort können Sie die Mode der Saison auf dem Laufsteg betrachten – und die hier aufgeführten trendy Details im Original begutachten.

Ich wünsche ihnen viel Spaß bei dieser Trendschau für Herbst/Winter 2021/22!

Modetrends für Herbst und Winter 2012/22 - Teil 1: Stilwelten

Teil 1: Die wichtigsten Stilwelten der Modetrends für Herbst und Winter 2021

Die grundsätzlichen Stimmungen und Gedankenwelten hinter den modischen Erscheinungen zu kennen, ist oft das Wichtigste überhaupt, um Modetrends zu verstehen. Woher nehmen die Designer ihre Inspirationen? Was möchten sie kreativ über Mode ausdrücken?

Wie Sie wissen, stehen dabei nur selten die Tragbarkeit von Mode oder praktische Überlegungen im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, wie die Designer die Welt sehen und welche Art von Frauen sie sich darin vorstellen.

Ich habe für die kommende Saison sechs Stilwelten identifiziert, die häufig zitiert werden:

Après-Ski: Oder die Frage, wie Sie sich am stilvollsten warm einkuscheln können

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Daunen jacken und Daunenmäntel

Gesteppte Daunen-Jacken und -Mäntel gehören zur Stilwelt Aprés-Ski und werden in vielfacher Ausführung angeboten – auch in couturigen Schnitten und Trendfarben.

Wenn Sie an ein stilvolles Ski-Resort in den Alpen denken (oder einfach an einen Yeti, der sich durch das ewige Eis bewegen muss), werden Ihnen bestimmte Bilder in den Kopf kommen: Volumige, abgesteppte Daunenjacken und -Mäntel, viel dicker Strick mit Zopfmuster, zottelige Fellstiefel und luxuriöse Pelze.

Aber keine Angst: Die Modebranche hat gelernt und somit werden jetzt glücklicherweise Pelze auf breiter Front durch Kunstpelz, Kunstfell und Teddymaterial ersetzt.

Was über allen Entwürfen quasi als Überthema zu spüren ist:

Es muss zwar – wie in den letzten Saisons – immer noch so bequem sein, dass Frau einfach in einen riesigen Kokon aus Strick, Fell und Daunen eintauchen und sich zurückziehen kann.

Gleichzeitig werden die Teile aber auch wieder exzentrischer und stilvoller. Nicht der sportliche Faktor, sondern eben das schicke „Danach“ – aprés – stehen im Fokus. Das sorgt für deutlich mehr Allure.

Die Silhouetten von Strickkleidern, Pullovern und Mänteln sind luxuriös, orientieren sich eher an der hohen Schneiderkunst, sind vielleicht avantgardistisch im dekonstruierten Look angelegt oder weisen irgendein überdimensioniertes Detail auf.

Eben alles andere als „Dienst nach Vorschrift“.

Dazu kommen interessante Lagenlooks, die für besondere Mixturen sorgen – entweder ganz in Strick oder mit einer feinen Nuancierung zwischen groben und eleganten Materialien.

Da ist viel Musik drin. Ich bin sicher, es wird sehr interessante Stücke aus Strick, Daunen und Teddyfell geben, die sich als längerfristige Investition lohnen.

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Teddyfell und Stricksachen

Kunstpelze, Felle und Teddy laden in diesem Herbst/Winter zum Kuscheln ein. Während Stricksachen zur Hochform auflaufen und couturigen Charakter erhalten.

Preppy Chic: Zwischen spießig, elitär und revolutionär

Wenn Sie den Film „Love Story“ kennen, wird Ihnen der Begriff „preppy“ geläufig sein (falls nicht: Taschentücher bereitlegen und unbedingt ansehen!).

Preppy bedeutet so viel wie „adrett“ und wird synonym für den Stil verwendet, der an englischen und amerikanischen Elite-Schulen und -Universitäten vorherrscht.

Was Sie dabei erwartet?

Zuerst einmal ist der Preppy Chic der Überbegriff für brave Faltenröcke, weiße Blusenkragen unter Pullundern oder Pullovern, Poloshirts oder gestreifte Rugby-Shirts, karierte Blazer und Blousons sowie College-Slipper mit Kniestrümpfen. Auch Kappen dürfen dabei nicht fehlen.

Etwas erwachsener und weniger spießig wird der Look durch augenzwinkernde Übertreibungen, Bouclès und Tweeds in Luxusqualität und einem Stil-Mix, der rockige oder sexy Elemente einbringt.

Stellen Sie sich eine Mischung zwischen einer anglo-amerikanischen Elite-Lolita, einer britischen Punkrock-Göre und einer Jet-Set-Intellektuellen vor. Dann kommen Sie ungefähr bei der Interpretation an, die derzeit für Preppy Chic steht.

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Preppy Chic

Der Preppy Chic zitiert den Stil von Elite-Schulen und -Universitäten. Faltenröcke, Poloshirts, Pullunder, Karo-Blazer und -Blousons gehören zum konservativen Schick der britischen Oberklasse.

Für erwachsene Frauen empfehle ich, sich die einzelnen Stil-Facetten herauszugreifen, die zu Ihrem Stil passen und diese dann in Ihren zeitlosen Basis-Stil einzubringen. Dazu addieren Sie eine Prise Stilbruch oder ein Oversize-Teil.

Also beispielsweise einen College-Slipper mit Plateausohle zum Midi-Rock tragen und dazu einen klassischen Rollkragenpullover mit tailliertem Blazer kombinieren. Oder einen karierten Oversize-Blazer mit einer weißen Bluse und Pullunder im Lagenlook inszenieren und dazu eine dunkle Jeans mit schlichten Stiefeletten tragen. Oder einfach einen Faltenrock mit geschnürten Combat-Boots rockig auflockern.

Schon ist der Preppy Chic zwar deutlich zu erkennen, ohne jedoch dabei zu schulmädchenhaft zu wirken oder ins Spießertum zu verfallen. Das ist die große Herausforderung, wenn Sie den Preppy Chic für sich adaptieren möchten.

Military Chic

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Military Chic

Mit der Trendfarbe Khaki kommen auch weitere militärisch inspirierte Details in die Mode. Der Military Chic ist in allen Bereichen zu entdecken – auch bei Schuhen und sonstigen Accessoires.

Diese Stilwelt ist nicht neu, kommt aber jetzt wieder in Fahrt.

Hauptsächlich durch die Trendfarbe Khaki und Olivgrün inspiriert, werden jetzt wieder militärische Schnitt-Elemente und dekorative Details in vielfacher Weise einbezogen.

Dazu kommt das anhaltende Faible der Designer für geschnürte oder schlichte Combat-Boots mit dicker Sohle. Diese werden in ganz viele Looks als Stilbruch integriert (siehe Preppy Chic oben).

Sie werden solche Stil-Facetten aus der militärischen Welt in vielen weiteren Stilwelten vermischt antreffen. Achten Sie einfach darauf!

Wenn Sie der passende Stiltyp sind: Eine kleine Hinwendung an die Amazone in Ihnen verjüngt so manches ansonsten eher klassisch-konservative Ensemble blitzschnell…

So ein Combat-Boot sieht beispielsweise zur Jacke im Chanel-Stil ganz vorzüglich aus! Ebenso wie ein übergroßer Parka aus der Zeitlos-Kombi von Rolli mit Stoffhose einen modernen Look entstehen lässt. Oder eine Khaki-Hose mit Klappentaschen zum Statement-Piece im ansonsten klassisch-eleganten Outfit inszeniert werden kann.

Nicht zu vergessen der Trenchcoat, der als ehemaliger britischer Militärmantel und heutiger Modeklassiker einfach jedes Herbst-Outfit schicker aussehen lässt.

Y2K: Oder was von den 2000er Jahren modisch übrigblieb

Modetrends für herbst und Winter 2021/22 - Y2K die Rückkehr der 2000er Jahre

Für mich ist es ein Schaubild der “Grausamkeiten”: Beispielsweise werden Bandeau-Tops und bauchfreie Kurz-Tops zu hüftig geschnittenen Schlaghosen getragen. Kettengürtel, farbige Brillen und kitschige Haarklammern stammen ebenfalls aus dieser Zeit – zusammen mit bunten, schrillen Farben und viel Glitzer.

Unter dem Mode-Hype „Y2K“ versteckt sich ein Retro-Look, der die Ästhetik der 2000er Jahre wiederaufleben lässt. Wobei es mir gerade sehr schwer fällt, das Wort „Ästhetik“ zu schreiben…

Die Abkürzung bedeutet so viel wie „Year Two Kilo“ („Year“ = Jahr; „2K“ oder „Two Kilo“ = englische Bezeichnung für 2000) – also das Jahr 2000.

Ganz ehrlich? Für mich sind die ersten Jahre des 21. Jahrtausends eine Epoche voller modischer Grausamkeiten:

  • Erstens: Tief sitzende Baggy Jeans oder Schlaghosen, die auf der Hüfte sitzen (sprich: beim Hinsetzen liegen die Pobacken frei).
  • Zweitens: Sichtbare Strings über dem Hosenbund (eine logische Folge von Punkt 1).
  • Drittens: Spaghettiträger-Tops (welche Frau über 50 sieht darin gut aus?).
  • Dazu kommen nicht weniger tiefsitzende Mikro-Hotpants (ohne Worte) und – als ob noch nicht genug Haut freigelegt wäre – bauchfreie Tops sowie Bandeau-Oberteile.
  • Hatte ich schon wilde Muster, viele, kräftige Farben – vor allem Pink -, viel Metallic und Bling-Bling, bunte Brillen, kindliche Haarspangen sowie Jogginganzüge aus Samt erwähnt?

Nach dem Motto „Zurückhaltung war gestern“ kombinierte die Generation „Z“ all dies einfach grenzenlos (jetzt wäre mir doch beinahe das Wort „geschmacklos“ aus der Feder geflossen…).

Allen voran Paris Hilton in ihrem rosa Nikki-Trainingsanzug. Oder Britney Spears in ihren super-knappen Bühnen-Outfits. Es folgen unzählige C- und D-Sternchen, die plötzlich Star-Ruhm erhalten – Sie erinnern sich?

Das war um die Jahrtausendwende. Und was passiert jetzt?

Tom Ford packt alles wieder aus und wird damit als Mode-Gott gefeiert. Zusammen mit den renommierten Modehäusern Versace, Dsquared2, Saint Laurent, Roberto Cavalli, Mugler… und vielen mehr.

Dazu kommen aktuelle Stars und Sternchen, wie Kendall Jenner, Bella Hadid und Dua Lipa, die die Glut erst so richtig anfachen. Übrigens: Falls Sie diese Namen gar nicht kennen, ist dies ein Zeichen mehr dafür, dass diese Stilwelt nichts für Sie ist!

Seufz.

Gibt es auch etwas Positives in Sachen Y2K zu erwähnen?

Da fallen mir beispielsweise die kurzen Choker-Ketten ein. Oder Baguette-Taschen. Und kniehohe Lederstiefel. Haben Sie solche Exemplare über die Zeit gerettet, dürfen Sie sie wieder tragen – wenn Sie dies nicht ohnehin die ganze Zeit gemacht haben 😉

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Modeflüsterin-Akademie - Stil für starke Frauen über 40


60er-Jahre-Revival: Wenn das Mod-Girl auf Streetwear trifft

Der Name „Mod-Girl“ sagt Ihnen vielleicht noch etwas. Unter „Mod“ wird eine Subkultur verstanden, die sich Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre aus der britischen Unter- und Mittelschicht entwickelte.

Junge Menschen stylten sich scheinbar erfolgreich, indem sie die teure Markenkleidung und maßgeschneiderte Anzüge der reichen Oberklasse imitierten. Dazu kamen italienische Einflüsse, die den Motorroller zu einem der beliebtesten Fortbewegungsmittel und den Parka zur praktischen Roller-Kluft der Jugendlichen werden ließen.

Damit waren die „Mods“ nicht zuletzt die Antithese zu den Rockern.

Zu den wichtigsten Kleidungsstücken dieser Ära gehören – neben dem Parka – vor allem A-Linien-Miniröcke, Go-Go-Stiefel und freche Kappen im Baseball-Stil. Aber auch Krawatten über bunten Hemden und farbigen Anzügen sind keine Seltenheit.

Mischen Sie diese Optik mit modernen oder sportlich-lässigen Akzenten, wie dekonstruierte Blousons, Oversize-Blazern oder Teilen aus der allgegenwärtigen Streetwear, und Sie haben eine angesagte Stilwelt der kommenden Saison kreiert.

Dass Preppy Chic und 60er-Jahre-Mod-Stil eng zusammenhängen, dürfte auch nicht verwundern. Und so werden ihnen diese beiden Stilwelten häufig im Mix begegnen – als eine Art Neu-Interpretation der typischen Looks aus der klassisch-konservativen, britischen Oberschicht.

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Mod-Subkultur

In der Mod-Subkultur der 60er Jahre in Großbritannien machte sich die Jugend schick. A-Linien-Miniröcke wurden zu Go-Go-Stiefeln und Baseball-Kappen getragen. Dazu kommen jetzt Parkas, Karo-Muster und farblich kräftige Anzüge als Markenzeichen dieser Zeit zurück.

20er-Jahre-Revival: Oder erlaubt ist alles, was Partylaune macht

Die „Roaring Twenties“ sind ja bekanntlich eine recht unbeschwerte Zeit zwischen zwei Weltkriegen, in der das ausgelassene Feiern und die Lebenslust im Mittelpunkt standen.

Das könnte auch auf die „Nach-Corona-Zeit“ zutreffen. Kein Wunder also, dass sich die Modedesigner kräftig aus diesem Jahrzehnt der scheinbar ewigen Partylaune bedienen.

Allen voran gab es selten so viele Glitzerkleider, Metallic-Leder, nass fließende Seide und Spitze auf den Laufstegen zu sehen. Dazu kommen schillernde, pailletten- und perlenbestickte Abendtäschchen, Stolas mit Kunstpelzen und Fransen allerorten.

Sicher ist: Die Abendmode der kommenden Saison wird höchst glamourös.

Tagsüber erfahren Ihre Glitzer-, Seiden- und Spitzen-Teile dann mit groben Strickpullovern, Tweedjacken und Co. ein passendes Downgrade.

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - 20er-Jahre-Glamour

Vor allem die glamourösen Pailletten-Kleider aus den 20er Jahren erleben jetzt ein Revival. Aber auch weitere Kleidungstücke glitzern um die Wette. Hauptsache Partylaune.

Wie lang die modische Partylaune anhält? Ob sie überhaupt starten wird? Wer weiß das schon…

Die Party hier auf dem Modeflüsterin-Blog geht auf jeden Fall im nächsten Teil des Trend-Barometers mit Farben, Mustern und Materialien weiter.

Was hat Ihnen bisher am besten gefallen? Spricht Sie eine Stilwelt besonders an? Welche werden Sie auf jeden Fall vermeiden?

Ich bin wie immer gespannt auf Ihre Gedanken!

 

Eine Auswahl an Teilen aus dem Trend-Barometer (Teil 1) finden Sie hier*:

*Affiliate-Links; Vorsicht: Diese kleine Auswahl ist überwiegend hochpreisig und oft nur in kleinen Größen vorhanden… Aber es ist eine gute Orientierung, um nach ähnlichen Stücken in den Shops Ausschau zu halten 😉

Modetrends für herbst und Winter 2012/22 - Teil 2

Teil 2: Die wichtigsten Farben, Muster und Materialien der Modetrends für Herbst und Winter 2021/22

Der Herbst wird bunt und kräftig – zumindest, wenn es um die Trendfarben der kühleren Saison geht. Aber keine Angst: Auch wenn Sie eher neutrale und gedeckte Farben lieben, werden Sie fündig werden.

Das Gleiche gilt für Materialien. Neben den üblichen Verdächtigen können Sie sich eigentlich in alles hüllen, was zu Ihnen passt und Ihnen Freude macht. Allerdings mit ein paar Schwerpunkten, die erwähnenswert sind.

Anders bei Mustern. Da gibt es eigentlich – neben den Dauerbrennern Animal Print, Blumen und Streifen und den wildesten Mischungen davon – nur ein dominantes Muster der Saison. Aber davon gleich mehr…

Die Trendfarben der Mode für Herbst und Winter 2021/22

Es erwartet Sie ein breites Spektrum an Möglichkeiten, sich farblich bunt und laut oder neutral und zurückhaltend zu inszenieren. Genau zwischen diesen beiden Polen bewegen sich auch die Looks auf den Laufstegen von London bis New York.

Kräftige Farben werden jetzt gerne mit weiteren kräftigen Farben zum Colour-Blocking inszeniert. So hat die Herbst-Depression gar keine Chance.

Auf der anderen Seite setzen sich die ganz ruhigen, monochromatischen und neutralen Looks, die Sie schon aus dem Sommer kennen, auch im Herbst weiterhin durch. Die Entspanntheit der Tage mit heißem Tee vor dem Kamin lässt grüßen (PS: Kaminfeuer gibt es auch künstlich als Video für den TV-Screen…).

Die folgenden Farbtöne werden Sie in den kommenden Monaten besonders oft sehen:

Rot: Kräftig und feurig oder wie guter, alter Wein

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: Rot-Nuancen

Bei den Rottönen haben Sie die Wahl: Zwei kräftige, intensive Feuerrot-Nuancen (die leider auf dem Bildschirm nicht annähernd so feurig wirken wie auf dem Laufsteg…) und ein wunderbar gediegenes Weinrot machen das Rennen.

Sie dürfen diese Rottöne auch gerne monochromatisch zusammen tragen – dann vielleicht noch mit einem sanften Rosa dazu. Ansonsten eignet sich Feuerrot immer für ein Statement und Weinrot für eine elegante Komposition.

Wenn Sie es gedeckter mögen, bietet sich eine Armada von neutralen Farben als Kombipartner an: Zu kräftigen Rot passen Schwarz, Weiß, Off-White und Beige-Nuancen. Zu Weinrot sehen auch weitere, wärmere Farben aus dem Beige-Sektor, wie Creme, Curry oder Camel, wunderbar aus.

Rosa und Fuchsia: Romantik mit Power

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: Rosa und Fuchsia

Rosa steht immer für romantische Weiblichkeit.

Allerdings nicht immer für Zurückhaltung. Denn die beiden Rosatöne, die auf den Laufstegen vorherrschten, waren beide gleichermaßen intensiv.

Und: Sie wurden häufig all-over – also am ganzen Körper – getragen. Dann zeigt sich selbst das verträumte Rosa recht prominent und erfordert Mut. Es wirkt aber auch moderner.

Alternativ können Sie Rosa mit dunklen Tönen beruhigen – ganz besonders und trendy gelingt dies mit dem Weinrot von oben.

Wenn Ihnen Rosa allerdings doch zu mädchenhaft ist, dann drehen Sie die Power noch ein bisschen mehr auf und greifen gleich zum neuen Fuchsia. Dann am besten nur als Blickpunkt im schwarzen, grauen, dunkelblauen oder olivgrünen Outfit.

Von Gelb über Orangegelb zu Orangebraun: Von Sommersonne zu Herbstlaub

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: Gelb und Gelbbraun

Die Farbe des Jahres, „Illuminating“-Gelb, bleibt uns auch im Herbst und Winter erhalten und bringt Sonnenwärme in den Look.

Nicht aber ohne ihre herbstlichere Schwester Orangegelb hinzuzuziehen, die in der Farbe des Herbstlaubs noch mehr Wärme zu bieten hat.

Mit einem noch etwas erdiger – fast wie Braun – wirkendem Orangebraun, welches ein bisschen an Kürbisgelb erinnert, ist das gelbliche Herbst-Trio perfekt. Das Pantone-Institut nennt diese Farbe „Tomato Cream“ – eine etwas ungewöhnliche, aber höchst interessante Farbe für warme Farbtypen.

Grundsätzlich lassen sich alle Gelb- und Gelbbraun-Nuancen am einfachsten zu neutralen Farben kombinieren:

Die kühleren Nuancen tragen sich gut mit Grau, Silber und einem kühleren Marineblau, während die wärmeren Schattierungen nach Creme, Beige, Braun, einem wärmeren Dunkelblau und Khaki als passende Begleiter rufen.

Kräftiges Grün: Der Frischekick gegen das saisonale Verblühen

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: Grün

Fast schon antizyklisch wirkt das intensive Grün, das die Herbst- und Winterzeit auflockern soll, wenn es nach den Designern geht.

Während die Natur allmählich verblüht und ihre dunkelsten Grüntöne zeigt, soll die Mode noch einen Frischekick zurückholen – am besten im All-over-Look.

Ob das gelingt?

Tatsächlich ist Grün recht vielseitig zu kombinieren – achten Sie aber darauf, ob das Grün eher einen warmen oder kühlen Unterton mitbringt… Mehr dazu erfahren Sie in diesem Beitrag über die Farbe Grün.

Blau: Zwischen Himmel, Wasser und Winternacht

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: Blau-Nuancen

Auch die Blautöne der Saison scheinen es mit der dunklen Winterzeit aufnehmen zu wollen.

Wie sonst können Sie sich erklären, dass nun mittlere, kräftige Meerblau-Nuancen ins Rennen geschickt werden, die Namen wie „Mykonos Blue“ oder „Ibiza Blue“ erhalten?

Dazu kommen helle Blautöne mit den Namen „Clear Sky“ und „Spring Lake“. Auch das ist wohl eher der Versuch, einen Sommer zu verlängern, der für viele Menschen eigentlich keiner war…

Passender für die dunkle Jahreszeit kommen da zwei Nachtblau-Töne daher: “After Midnight” und “Rhodonite” erzählen von mystischen Nächten und werden sich für viele Frauen als das bessere Schwarz erweisen. Achten Sie nur auf den kühleren bzw. wärmeren Unterton der beiden grundsätzlich kalten Dunkelblau-Nuancen!

Was alle diese Blautöne gemeinsam haben?

Sie sind einfach nur wunderschön!

Ob zu Schwarz und Weiß, zu Creme, Beige, Camel oder Braun, zu Grau, Khaki oder Weinrot – Sie werden in der kommenden Saison sicherlich Ihr Lieblingsblau finden und auch eine Kombination, die genau zu Ihrem Farbtyp passt.

Die wichtigsten neutralen Farben für den Herbst

Trendfarben für Herbst und Winter 2021/22: neutrale farben, wie Off-White, Beige, Grau und Braun

Zu den obigen Farben kommen in der nächsten Saison ein paar wirklich vielfältig einsetzbare, neutrale Farben – manche etwas ungewöhnlicher als andere.

Naturweiß, Creme oder helles Beigegrau:

Die Off-White-Töne der Saison heißen “Coconut Cream” und “Perfectly Pale”. Das eine hat einen leicht rötlichen, das andere einen eher gelblich-gräulichen Unterton. Weiß ist das eigentlich nicht mehr – aber helle, gedämpfte, wärmere neutrale Töne.

Wenn Sie ein wärmerer oder ein gedämpfter Farbtyp sind, könnten diese gebrochenen Töne Ihre Favoriten werden. Sie passen zu allem und sind viel vorteilhafter für Ihren Teint als hartes Blütenweiß.

Das Beige der Saison ist ein Soyabeige:

Das gelbliche, helle Creme wird teilweise auch als „Blondbeige“ bezeichnet.

Es wird entweder von Kopf bis Fuß getragen oder mit anderen neutralen Farben kombiniert. Schön dazu sehen auch Farbspritzer aus den kräftigen Pink- und Fuchsia-Nuancen von weiter oben aus. Und auch zu Lila oder Orange macht es eine sehr gute Figur.

Braun bringt Wärme:

Das Braun der Saison ist warm, mittelhell und trägt viel Gelb- und Rot-Anteil in sich. Es heißt „Root Beer“ und „Downtown Brown“.

Diese Namen sind Programm: Die Brauntöne strömen eine erdige, ruhige Gemütlichkeit aus – passend zu einem Glas Bier im Pub. Sie sind dennoch keinesfalls langweilig und allemal schick genug für die City!

Noch interessanter wird es, wenn Sie diese Brauntöne mit Gelb, Lila oder Dunkelblau kombinieren. Modern, ungewöhnlich, todschick!

Kurz und gut: Wenn Sie ein warmer Farbtyp sind, werden Sie sich über diese Brauntöne freuen!

Khaki für die Stadt-Amazonen:

Das leicht gedämpfte, aber immer noch temperamentvolle Khaki mit dem Namen “Olive Branch” inspirierte die Designer zu ihren Military-Kollektionen.

Khaki eignet sich immer für zwei gänzlich unterschiedliche Farbkombinationen:

  • Mit kräftigen Farbklecksen von Gelb über Pink bis hin zu Türkis wirkt es frech und aktiv.
  • Zusammen mit Silber, Gold, Weiß oder Creme erhält die Militärfarbe einen edlen, fast schon puristischen Charme.
Grau als ultimative, neutrale Farbe:

Die zweite Farbe des Jahres neben „Illuminating“-Gelb ist „Ultimate Gray“.

Das neutrale Grau ist ein Tausendsassa im Modegeschehen. Nicht zu kühl, aber auch nicht warm, nicht zu hell, aber auch nicht dunkel schmiegt es sich neben fast jede Farbe in Ihrer Garderobe.

Das Einzige, auf was Sie dabei achten müssen, ist Ihr Helligkeitskontrast. Denn mit dieser Farbe erzielen Sie maximal einen mittleren Kontrast.

Seriös, elegant und zeitlos stilvoll wirken Sie in diesem Grau immer.

Das Trendmuster der Mode für Herbst und Winter 2021/22

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22: Trendmuster Karo

Ich erwähnte ja schon, dass es im Prinzip eigentlich nur ein wirkliches Trendmuster der kommenden Herbst-Winter-Saison gibt.

Wenn Sie sich die Stilwelten einmal näher ansehen, dann werden Sie es bereits erahnen: Das absolute Trendmuster lautet Karo. Schotten-Karo. Vichy-Karo. Hahnentritt. Einfach alle Karo-Varianten, die ein bisschen britisches Flair oder traditionelle, konservative Klasse mitbringen.

Karomuster werden im Preppy Chic – aber auch im 60er-Jahre-Revival! – für Röcke, Blazer, Blousons und Mäntel eingesetzt. Und für alles andere, was modisch Spaß macht…

Natürlich waren auch weitere Muster auf den Laufstegen zu sehen – sogar viele davon im All-over-Look oder im gewagten Muster-Mix.

Dann waren dies meist Dauerbrenner, wie Animal Print, klassische Anzug- oder Strickmuster und florale Dessins. Also keine besonderen Vorkommnisse im Modegeschehen – alles, wie gehabt 😉

Die wichtigsten Trendmaterialien der Herbst-Winter-Saison 2021/22

Wenig überraschen dürfte, dass die Wintersaison wieder wärmende Materialien in den Vordergund rückt. Ganz vorne dabei sind dieses Mal die folgenden Stofflichkeiten:

Stricksachen werden zum Statement

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22: Strickwaren

Stricksachen werden in dieser Saison zum Statement-Piece – oder besser gesagt: zum Statement-Look inszeniert.

Nicht der einfache Pullover steht im Zentrum, sondern Designer-Varianten mit teilweise exzentrischen, dramatischen Schnitten.

Vom kurzen, bauchfreien Cardigan in Kasten-Silhouette über Oversize-Pullunder mit V-Ausschnitt, Zopfpullover mit überlangen Ärmeln und Strickhosen im Palazzostil bis hin zu raffiniert geschnittenen, eleganten Strickkleidern und aufwändig gestalteten Strickmänteln ist alles dabei.

„Strick-Couture“ könnte man sagen.

In solchen Teilen können Sie sich nicht nur einkuscheln, sondern gleichzeitig zum Mittelpunkt des Gesprächs werden.

Noch nie war Strick so aufregend wie in dieser Herbst-Winter-Saison!

Kunstfell, Kunstpelz und Teddy produzieren den winterlichen Comfort Chic

Modetrends für herbst und Winter 2021/22: Teddy, Fell und Pelz

Was wäre eine Vintage-Aprés-Ski-Szenerie ohne Pelze, Felle und Co.? Genau. Nicht denkbar.

Daher bilden diese künstlich erschaffenen, pelzigen Stoffwelten auch das Rückgrat vieler Kollektionen für die eisigen Monate.

Plüschtiere aller Orten. Von ganzen Anzügen über Mäntel bis hin zu Taschen und Schuhen. „Comfort Chic“ wird in dieser Saison zu einer haarigen Angelegenheit.

Dabei mischen sich Pelze, die wie echt aussehen, mit bunten Fellen, die ganz offensichtlichen Teddybär-Charakter mitbringen. Von der zottelig-lässigen Yeti-Abenteurerin bis zur Luxus-Lady beim Polo ist alles jetzt auch künstlich möglich.

Im Prinzip ist dies eine durchaus positive Entwicklung.

Bei Teddybär-Trainingsanzügen bin ich aber dann doch modisch ausgestiegen…

Leder oder alles, was so aussieht

Modetrends für Herbst und Winter 2021/22: Leder

Leder ist ebenfalls ein Material, das typischerweise erst bei herbstlichen Temperaturen so richtig Fahrt aufnimmt.

Auch wenn es gerade in den letzten beiden Jahren besonders viel sommerliches Leder in die Trend-Charts geschafft hat, so ist das Material doch rein klimatisch besser bei kühleren Temperaturen angesiedelt.

So auch in dieser Saison.

Was es sonst noch zu erwähnen gibt?

Eigentlich nur, dass sich anscheinend wieder „natürliche“ und neutrale Farben, wie Schwarz, Dunkelbraun, Cognacbraun und Grau durchsetzen und farbige Ledersorten leicht unterrepräsentiert sind.

Ach ja, und ähnlich wie bei Pelzen sind auch im Leder-Segment Kunst-Leder sowie veganes Leder deutlich auf dem Vormarsch.

Ansonsten hat sich nichts geändert. Leder hat die gesamte Bekleidungsriege erobert und kommt in wirklich allen – auch trendy – Schnitten vor: als Hemd, Hose, Rock, Kleid, Kostüm, Overall, Jacke oder Mantel.

Wenn Sie der Leder-Typ sind, dürfen Sie sich also gerne für die nächste Dekade eindecken.

Dark Denim oder wenn Jeans erwachsen werden

Modetrends für herbst und Winter 2012/22: Dark Denim

In der Jeansabteilung wird es dunkel. Denn helle Waschungen verabschieden sich immer mehr zugunsten von Dark Denim – die dunkle Variante der robusten Cowboy- und Arbeiterkluft.

Mit letzterem hat das neue Dark Denim allerdings nicht mehr viel gemeinsam. Die dunkelblaue Indigo-Waschung setzt sich immer mehr bei Kleidungsstücken mit couturigem Anspruch durch.

Das dunkle Jeanskleid, die Jacke, das Hemd oder der Rock werden aufwändig designt und erhalten eine elegante Silhouette. Ganz so, als wäre das Kleidungsstück aus edler Seide oder hochwertigem Wolltuch gearbeitet.

Wenn Sie auch in Jeans elegant, zeitlos, erwachsen und „sophisticated“ (deutsch: anspruchsvoll, raffiniert) wirken möchten, dann greifen Sie jetzt zur dunklen Macht der Jeans!

Modern Metallics oder die Glitzerwelt ist zurück

Die Stilwelt der 20er Jahre schreit förmlich nach allen Materialien, die glamourös glitzern. Und auch in den frühen 2000er Jahren – der Y2K-Stilwelt – waren Glamour-Details höchst beliebt.

Vor allem Paillettenstoffe in Schwarz, Silber oder Gold – aber auch in kräftigen Farben! – sind daher wieder en vogue.

Partykleider müssen jetzt funkeln, was das Zeug hält. Aber auch Schuhe in Metallic-Leder, Mäntel und Stricksachen mit Glitzergarnen und sogar Blazer und Hosen werden jetzt wie eine Diskokugel ausgestattet.

Nie war es so leicht, Ihren Stil ein Eleganz-Level höher zu beamen – für feierliche Anlässe oder einfach für die Party Ihres Lebens.

Und das war’s auch schon wieder mit Teil 2 des Trend-Barometers. Sie kennen nun zahllose Möglichkeiten, ihren Look mit trendy Farben, Mustern und Materialien zeitgemäß aufzufrischen.

Welche davon werden Sie nutzen? Was sind Ihre Favoriten?

Schreiben Sie einen Kommentar, um Ihre Gedanken zu teilen!

Eine Auswahl an Teilen aus dem Trend-Barometer (Teil 2) finden Sie hier*:

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Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 - Teil 3: Key-Pieces und Schnitt-Details

Teil 3: Die Key-Pieces und Schnitt-Details der Modetrends für Herbst und Winter 2021/22

Bei den Schnitt-Details und Key-Pieces der Saisons sind zum einen viele alte Bekannte dabei. Diese kennen Sie bereits aus den Trend-Barometern der letzten Saisons.

Zum anderen gibt es ein paar interessante Entwicklungen – vor allem die Hosenformen und der Hosenanzug verändern sich gerade deutlich. Neben ein paar weiteren Besonderheiten – oder sollte ich sagen: Absonderlichkeiten?

Machen Sie sich am besten selbst ein Bild…

Die wichtigsten Schnitt-Details der Modetrends für Herbst und Winter 2021/22

Dieses Arsenal an Kleinigkeiten mit Stil-Botschaft kennen Sie bereits zur Genüge. Jetzt kommen Liebhaber dieser modischen Details wieder voll auf ihre Kosten:

Bubikragen oder „Ich bin ganz brav“

Der Bubikragen oder Peter-Pan-Kragen ist ein kleiner, runder, aufliegender Kragen an Blusen und Hemden. Er wurde im viktorianischen Zeitalter vor allem für Kinderkleidung eingesetzt.

Jetzt ziert er ganz viele Kleidungsstücke für erwachsene Frauen: nicht nur Blusen, sondern auch Kleider, Pullover, Jacken und Mäntel.

Wichtig zu wissen: Ein solcher Kragen wirkt zwar durch seine Rundung sehr feminin, aber auch immer etwas kindlich und brav. Kein Wunder, dass er im Rahmen von Preppy Chic und konservativer Klasse wieder zum Vorschein kommt.

Wenn Sie dieses Teil an einem Kleidungsstück finden, sollten Sie als Frau über 40, 50 oder 60 auf jeden Fall wachsam sein. Und sich überlegen, wie Sie das Brave des Looks brechen können. Ein frecher Stilbruch ist angesagt!

Cut-outs oder „Ich bin raffiniert“

Genau das Gegenteil von brav sind die Cut-outs an Kleidern und Tops, die ebenfalls die Laufstege bevölkern. Sie waren schon in der letzten Saison angesagt und führen ihren Siegeszug im Winter fort.

Ich frage mich jedoch: Wer braucht in der kalten Jahreszeit zugige Löcher – Verzeihung: Aussparungen von Stoff – am Körper?

Auch wenn ich die Raffinesse mancher Designs durchaus bewundere: Liebe Designer, könnt Ihr Euch das bitte für den Sommer aufheben?

Modetrends für herbst und Winter 2021/22: Bubi-Kragen und Cut-outs

Fransen oder „Ich bin kokett“

Fransen sind in der kommenden Saison in erster Linie eine Reminiszenz an die 20er Jahre. Wer könnte sich nicht an das kokette Schwingen von seidigen Fransen an Glitzer-Roben beim Charleston-Tanz erinnern?

Darüber hinaus gibt es aber auch eine weitere Form von Fransen – oder besser gesagt: viele weitere Formen an ganz unterschiedlichen Kleidungsstücken und aus ganz unterschiedlichen Materialien.

Da schwingen beispielsweise auch (Kunst-)Pelz-Fransen an Mänteln oder Lederfransen an Jacken und Hemden kräftig mit – mit luxuriösem oder eher robustem Charme.

Egal. Wenn Sie der passende Stiltyp für Fransen sind, werden Sie Ihre kokette Seite auf jeden Fall ausleben können.

Überlange Ärmel oder „Ich möchte mich geborgen fühlen“

Eine Erscheinung, die bei den Entwürfen der kommenden Saison sehr häufig zu sehen war, sind überlange Ärmel. Diese wurden nicht nur bei fast allen Stricksachen gesichtet, sondern auch an Mänteln, Jacken und Blusen.

Die Arme und Hände verschwinden vollkommen unter diesen Ärmeln. Es ist der totale Rückzug in ein Kleidungsstück, der uns hier vorgeführt wird.

Kennen Sie dieses Gefühl, wenn Sie sich auf dem Sofa einkuscheln und die Ärmel Ihres Pullovers oder Sweatshirts am liebsten ganz lang über Ihre Hände ziehen wollen? Sich ganz in das Kleidungsstück zurückziehen und einfach nur warm und geborgen fühlen wollen?

Das können Sie jetzt quasi in den Schnitt eingebaut bekommen.

Allerdings sehe ich im Alltag gewisse Nachteile, wenn Sie die Hände dann einmal wieder gebrauchen wollen…

Modetrends für Herbst und Winter 2012/22: Fransen und überlange Ärmel

Die Key-Pieces der Modetrends für Herbst und Winter 2021/22

Wenn Sie sich die einzelnen Stilwelten der Saison ansehen, werden Ihnen sofort ein paar Kleidungstücke einfallen, die stilgebend für die jeweilige Vision sind. Einige der Key-Pieces der Saison werden Sie daher nicht überraschen.

Wieder andere haben sich ganz nebenbei als heimliche Bestseller auf die Laufstege gemogelt und waren in ganz unterschiedlichen Kollektionen erstaunlich oft zu sehen.

Steppjacken und Mäntel

Ganz klar: Ohne dicke Daunenjacken und Mäntel geht im Winter fast gar nichts. In dieser Saison kommt es aber weniger auf die Füllung an, sondern viel mehr darauf, dass die Kleidungsstücke ansprechend abgesteppt sind.

„Quilted Jackets“ heißt das im Englischen. Ob die Steppung nun außen oder innen stattfindet, ist dabei nebensächlich.

Es wurden sowohl unzählige gesteppte Daunenjacken und -Mäntel als auch weitere Kleidungsstücke gesichtet, die gefüttert und abgesteppt wurden (Pssst: Sogar Taschen und Schuhe sind dabei!).

Sicher ist: Mit einem gesteppten Mantel oder einer Steppjacke sind Sie trendmäßig ganz vorne mit dabei!

Teddymantel und Co.

Der Trend zum zotteligen oder luxuriös glänzenden (Kunst-)Pelz- und Fell-Mantel ist eindeutig. Die neuen Mäntel sind groß und volumig. Figürliche Aspekte sind dabei völlig nebensächlich. Hauptsache warm!

Wenn Sie also keinen gesteppten Daunenmantel mögen, dann wäre ein Teddy-Mantel oder ein Kunst-Fell-Mantel die nicht minder trendige Alternative.

Modetrends Herbst und Winter 2021/22: Mantel und Jacke

Die Hoodie-Blazer-Connection

Das ist vielleicht nicht unbedingt ein Key-Piece, aber eine interessante Kombination aus zwei Key-Pieces allemal: Blazer werden jetzt gerne mit lässigen Hoodies oder Sweatshirts getragen.

Damit sie auch sicher über die sportlichen Kameraden passen, fallen die Blazer ein, zwei Nummern zu groß aus.

Die Mischung entstammt dem Athleisure-Stil, der jetzt mit einem repräsentativeren Teil, wie dem Oversize-Blazer, aufgemöbelt wird. So wird der Übergang zwischen Cocooning zu Hause und der Rückkehr ins öffentliche Leben etwas sanfter gestaltet.

Falls Sie diese Kombi bisher nicht getragen haben: einfach ausprobieren! Derzeit am besten mit einem Karo-Blazer…

Modetrends für herbst und Winter: Hoodie mit Blazer

Overshirts oder Shackets: Lässige Businesskleidung

Die ganz konservative Businessmode ist angesichts der Pandemie modisch kaum noch relevant. Wie aber kann Frau dennoch auf ganz lässige Art Business-Flair in ihre Kleidung bringen?

Ganz einfach: mit den neuen „Overshirts“ oder „Shackets“ zur Stoffhose.

Die Mischlinge aus Hemd und Jacke werden jetzt zu weiter geschnittenen Anzughosen kombiniert und ergeben zusammen eine Anzug-Kombi, die deutlich lässiger ist als jeder Hosenanzug mit Blazer.

Dabei ist die Idee, ein Hemd als Blazer- oder Jacken-Ersatz zu tragen, keinesfalls neu. Das Hemd ist ein stark strukturiertes Kleidungsstück, das ein formelles Ambiente in den Look einbringt, ohne dabei auf den ganz förmlichen Blazer zurückgreifen zu müssen.

Offen über einem T-Shirt getragen, wird das Overshirt sogar super-lässig.

Aber Achtung: Wenn Sie nicht der Typ für gerade geschnittene, stark strukturierte Hemdblusen sind, dann wird Ihnen auch dieses Kleidungsstück nicht wirklich gut stehen. Für alle anderen eröffnen sich mit dem sogenannten „Shirt Suiting“ (ein Anzug mit Overshirt anstatt Blazer) durchaus interessante Perspektiven!

Modetrends für Herbst und Winter: Overshirts oder Shackets

Hosenanzüge: Alles andere als klassisch

Wenn es doch ein Hosenanzug sein soll, dann bitte nur mit einem modernen, „edgy“ Schnitt.

Will heißen: Mit einem gerade geschnittenen, sehr maskulin wirkenden Oversize-Blazer mit breiten Schultern zur lässig-weit geschnittenen Bundfaltenhose oder Schlaghose.

Solche Hosenanzüge werden jetzt hauptsächlich monochromatisch getragen und sogar mit Westen oder Mänteln aus dem gleichen Stoff bzw. mit der gleichen Musterung komplettiert.

Übrigens: Auch in diesem Bereich wurden Karomuster häufig gesichtet!

Die „neuen“ Hosenanzüge sind Gesamtkunstwerke oder komplexe Lagenlooks aus einem Guss. Aber sie wollen so gar nicht klassisch sein, sondern mit einem lässigen, dramatischen, vielleicht sogar extravaganten Charakter überzeugen.

Mein Tipp:

Falls neutrales oder kariertes „matchy-matchy“ (alles passend) nicht Ihre Kragenweite ist, dann greifen Sie vielleicht lieber zu den Hosenanzügen in kräftigem, bunten Colour-Blocking. Auch dieses Kontrastprogramm war auf den Laufstegen zu sehen…

Modetrends für Herbst und Winter: Hosenanzüge

Pullunder: Altbacken oder trendy?

Bereits beim Preppy Chic hatte ich Ihnen von der großen Herausforderung berichtet, in diesem Stil nicht spießig zu wirken. Das gilt insbesondere für eines der Key-Pieces dieser Stilwelt: den Pullunder.

Der Pullunder wird jetzt am liebsten überlang, übergroß und mit tiefem V-Ausschnitt getragen – und zwar bevorzugt zu Midi-Faltenröcken.

Was das für Ihre Figur bedeutet, muss ich Ihnen jetzt nicht erklären oder?

Was das für Ihren Stil bedeutet: Es besteht akute Gefahr, zum Modeopfer zu werden. Wenn Sie nicht unglaublich aufpassen, einen modernen Twist in Ihr Outfit einzubauen.

Meine Befürchtung ist: Nur die wenigsten Frauen werden mit einem Pullunder wirklich cool aussehen. Aber es könnte natürlich durchaus sein, dass Sie eine dieser Frauen sind 😉

Kastig-kurze Sweatshirts, Pullover und Cardigans

Stellen Sie sich einen rechteckigen Karton vor und leiten Sie davon den Schnitt für ein Oberteil ab. Dann kürzen Sie das gute Stück, bis der Bauchnabel zu sehen ist.

So in etwa sehen die neuen kastig-kurzen Sweatshirts, Pullover und Cardigans aus.

Diese waren schon einmal vor ein paar Saisons modern – damals mit der gleichen Problematik: Sie setzen Ihre Taille in den Fokus und benötigen daher ein äußerst schmales, durchtrainiertes Exemplar.

Man könnte sie ja auch für den Lagenlook einsetzen, mögen Sie jetzt erwidern. Ist aber in den meisten Fällen nicht so. Vielmehr werden sie zu taillenhohen Hosen getragen, sodass der Blickpunkt auch ganz sicher auf Ihrer Körpermitte liegt.

Haben Sie dort eine pölsterchen-freie Zone, dann können Sie sich in dieser Saison austoben.

Modetrends für Hersbt und Winter: Pullunder und cropped Tops

Plisseerock: Trendteil oder Klassiker?

Der Klassiker unter den Faltenröcken ist zurück – schon wieder. Am Plisseerock in Midi-Länge kommt in der Herbst-Winter-Saison keine Frau vorbei (oder doch?). Er ist das angesagte „It-Piece“, das auf allen Laufstegen zu sehen war.

Und zwar in allen denkbaren Farben und Materialien, von Spitze über Tüll und Wolltuch bis hin zu Strick.

Kombiniert wird der Plisseerock mit Pullundern, Pullovern und Blusen. Sind diese so richtig übergroß und hängen lang über den Plisseerock herunter: umso besser.

Es ergibt sich eine lange, weite, locker fließende vertikale Silhouette, die vor allem an großen, schlanken Frauen wirken kann. Wer hätte das gedacht…

Wenn Sie sich schon in den vergangenen Jahren einen Plisseerock zugelegt haben, dann lautet die Devise: tragen, tragen, tragen! Und zwar möglichst zu den größten und weitesten Pullovern in Ihrem Arsenal, in denen Sie fast versinken.

Modetrends für Herbst und Winter: Plisseerock

Miniröcke oder die Erfindung des „Fast-Nichts“

Der Minirock ist natürlich angesichts der Stilwelten Y2K und 60er-Jahre-Revival ein Key-Piece der Saison.

Er wird jetzt als Mikro-Mini gerade noch po-bedeckend oder in A-Linien-Form getragen. Mit Kettengürtel und kniehohen Stiefeln.

Muss Frau das machen? Nein.

Glücklicherweise gibt es Alternativen – wie der Midi-Rock, der noch eine Weile bleibt. Nur zwischen diesen Extremen aus sehr kurz oder sehr lang gibt es in dieser Saison recht wenig zu sehen…

Das „Kleine Schwarze“ wird zum „Winzigen Schwarzen“

Ein ähnliches Schicksal wie den Rock trifft auch das Kleine Schwarze. Es wird minimiert und aus knapp wird noch knapper. Das heißt: Noch enger, noch kürzer.

Das wollte ich Ihnen nicht verschweigen, auch wenn so ein „Winziges Schwarzes“ wahrscheinlich in den Kleiderschrank einer Frau über 40 eher nicht einziehen wird.

Paillettenkleider

Das Key-Piece der Festsaison wird wohl das Paillettenkleid werden. Das gibt es dank 20er-Jahre-Revival in Silber, Gold und dank Y2K auch in allen angesagten Knallfarben.

Hier finden sich mehr Schnitte als beim „Winzigen Schwarzen“, die auch für Frauen mit etwas mehr Pölsterchen tragbar wären.

Eigentlich. Denn so viel Glitzer macht nie schlank und wirkt auf jede Kurve wie ein Vergrößerungsglas.

Nichtsdestotrotz:

Wenn Sie sich mal wieder so richtig glamourös fühlen wollen, werden Sie in dieser Saison sicherlich ein gut gemachtes Pailletten-Prachtstück finden, dessen Schnitt zu Ihnen passt.

Und dann heißt es: Her mit dem Beyoncé-Knowles-Star-Feeling!

Modetrends für Herbst und Winter: Paillettenkleider

3 Hosen-Trends der Saison

Grundsätzlich gilt, dass die Hosen tendenziell wieder weiter werden – manchmal sogar sehr weit. Darüber hinaus gibt es sehr viele verschiedene Hosenformen, die Sie tragen können, wenn es zu Ihrem Stil und Ihrer Figur passt.

Dennoch gibt es drei Hosenschnitte, die (wieder) auffällig häufig zu sehen sind und daher anscheinend die Trend-Parade anführen:

Hose 1: Die Verkürzte

Culottes sind ja schon lange im Mainstream angekommen. Dabei gibt es viele verschiedene Silhouetten und Längen.

Dass die Key-Pieces der Hosen-Saison sehr häufig „abgeschnitten“ bzw. verkürzt sind, zeigt jedoch einen eindeutigen Trend. Dieser umfasst auch Hosenbeine, die hochgekrempelt werden.

Hauptsache die Fesseln bleiben sichtbar – oder zeigen die super-schicken Stiefel der Saison.

Modetrends für Herbst und Winter: verkürzte Hosen, 7/8-Hosen und Culottes

Hose 2: Die Gerade

Wenn Sie nach einer figürlich tollen und eigentlich zeitlosen Hose suchen, dann ist eine hoch, lange und gerade geschnittene Jeans mit dunkler Waschung nicht Ihre schlechteste Wahl.

Diese Jeansform kommt jetzt wieder in Mode. Das Gute daran ist, dass ihr hoher Schnitt ein kleines Bäuchlein einhält (und Sie können sich damit auch bedenkenlos hinsetzen), ihr gerades Hosenbein mega-lange Beine zaubert und sie dennoch nicht so eng sitzt wie eine Slim oder Skinny Jeans.

Das macht so ein gerades Modell zu einer bequemen und dennoch schicken Alternative.

Und wenn Sie mögen, krempeln Sie die gerade Jeans einfach um und schon haben Sie auch Trend-Hose Nummer 1 im Gepäck 😉

Hose 3: Die Ausgestellte

Die nach unten hin weiter werdende Hose – die sogenannte „flared“ Hose – ist ja schon lange wieder im Trend-Spiel. Jetzt läuft sie noch einmal zur Hochform auf.

Dabei gibt es drei grundsätzlich unterschiedliche, ausgestellte Hosen-Silhouetten:

  • Die Schlaghose bleibt an Hüfte und Oberschenkeln anliegend und nimmt erst unterhalb des Knies Weite auf. Sie ist eine typische Hosenform aus den 60er Jahren und wird im Rahmen der Y2K-Stilwelt wieder zum Renner. Achtung: Dann sind sie häufig sehr hüftig geschnitten!
  • Eine sachtere Variante ist die nur leicht ab dem Knie ausgestellte Bootcut-Jeans – der ewige Klassiker unter den Jeans. Auch diese ist dank „Flared“-Trend derzeit wieder mehr in als out.
  • Die reinrassige „flared“ Hose hingegen ist eine Hose, die an der Hüfte noch anliegt, aber bereits an den Oberschenkeln und beständig nach unten hin weiter wird.

Solche Hosen sind sehr bequem und zeigen dennoch genügend weibliche Formen, um nicht nur lässig zu sein. Dazu kommt: Sie sind oft taillenhoch geschnitten – mit den entsprechenden Vorteilen für reifere Frauen.

Sie können die typischen “flared“ Hosen derzeit im Prinzip auf zwei unterschiedliche Arten stylen:

  • Entweder Sie zeigen Figur und bleiben bei Ihren Oberteilen figurnah, um die Hosenweite auszugleichen. Das ist der klassische Look.
  • Oder Sie tragen einen angesagten übergroßen Kuschel-Pullover, Pullunder oder Karo-Blazer dazu und optieren für eine Silhouette „weit mit weit“ – die höchst lässige Variante des Looks.

Letztere Kombination addiert zwar ein paar optische Kilos, aber das ist vielen Frauen im Winter ohnehin egal… Ihnen auch?

Modetrends für Herbst und Winter: flared Hosen

Das sind sie: die wichtigsten Schnitte und Key-Pieces der Saison. Wie immer ist es eine bunte Mischung aus höchst tragbaren und höchst fragwürdigen Mode-Ideen.

Dabei habe ich Ihnen das exotischste Key-Piece sogar noch vorenthalten: Catsuits. Hautenge Catsuits. Catsuits in All-over-Mustern. Catsuits mit Plüsch-Schlappen.

Bitte fragen Sie mich jetzt nicht, was sich die Designer dabei gedacht haben. Sie wissen: Ich spiele immer gerne die modische Übersetzerin für Sie – aber manche Modeerscheinungen lassen auch mich sprachlos zurück.

Was macht Sie sprachlos? Bei welchen Key-Pieces würden Sie am liebsten sofort zugreifen? Welche Key-Pieces haben Sie schon im Schrank?

Ich bin wie immer neugierig!

Eine Auswahl an Teilen aus dem Trend-Barometer (Teil 3) finden Sie hier*:

*Affiliate-Links; Vorsicht: Diese kleine Auswahl ist überwiegend hochpreisig und oft nur in kleinen Größen vorhanden… Aber es ist eine gute Orientierung, um nach ähnlichen Stücken in den Shops Ausschau zu halten 😉


Modetrends für Herbst und Winter 2021/22 : Accessoires, Schuhe, Taschen

Teil 4: Die Schuhe, Taschen und Accessoires der Modetrends für Herbst und Winter 2021/22

Bei Schuhen und Taschen drehen die Designer in der kommenden Modesaison so richtig auf. Fast kein Trend bleibt einfach im „normalen“ klassischen Bereich. Immer muss es irgendeine Übertreibung sein, die den Blick auf sich zieht.

Schuhe und Taschen werden in der kommenden Saison wichtige Statement-Pieces oder dienen dazu, einen Stilbruch zu inszenieren.

Sie wissen schon: Die Mode darf alles sein, nur nicht spießig! Und manchmal rettet dann eben nur noch ein ausgefallener Schuh den Look…

Die Trendschuhe der Herbst-Winter-Saison 2021/22

Was macht einen Schuh so richtig auffällig? Im Prinzip sind es: Farbe, Muster, Material, Design-Elemente oder Dekoration.

In allen Bereichen hat die Saison Interessantes zu bieten…

Kniehohe Stiefel mit dicker Sohle

Die sogenannten „chunky boots“ sind kniehohe Lederstiefel oder Stiefeletten mit einer extrem dicken, robusten Sohle. Diese sind überwiegend eng anliegend und flach und werden bevorzugt zu Miniröcken getragen.

Solche kniehohen oder wadenlangen „chunky“ Boots sind nicht nur höllisch bequem, sondern machen auch etwas größer und das Bein darüber vergleichsweise schlanker.

Solche Stiefel sind ideal für den dringend benötigten Stilbruch einsetzbar – beispielsweise dann, wenn das Minikleidchen oder der Minirock (oder überhaupt größere Teile des Outfits) eher im Preppy Chic daherkommen.

Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass sich auch andere Einsatzgebiete in der lässigen, wetterfesten Garderobe ergeben…

Schnürstiefel und -Stiefeletten sowie „Combat Boots“

Diese Schuhmodelle sind knöchel- bis wadenhoch geschnitten, ebenfalls mit sehr robuster Sohle (mit und ohne Absatz) ausgestattet und erinnern – wie der Name „combat boots“ sagt – an Kämpferstiefel.

Sie waren schon in den letzten Saisons ein Renner und bleiben uns noch eine Weile erhalten.

Es gibt sie in geschnürter und schlichter Form. Beide Modelle werden gerne zum Stilbruch mit femininen oder klassisch-konservativen Looks verwendet – genauso wie die oben erwähnten „chunky boots“, denen sie sehr ähnlich sind.

Wenn Sie also Ihren alten Karo-Blazer trendy stylen wollen, dann tragen Sie einfach solche (Schnür-)Stiefeletten dazu. Einverstanden?

Schuhtrends Herbst und Winter 2021/22: Combat Boots Chunky Boots

Kniehohe Stiefel mit weitem Schaft

Die zweite Art von kniehohen Stiefeln wird auch als „slouchy boots“ bezeichnet: knautschig-lässige Exemplare mit weitem Schaft, die ebenfalls kniehoch geschnitten sind. Wichtig: Diese haben eher 70er-Jahre-Charme, oft auch eine spitze Kappe und Absatz.

Gesehen habe ich sie sowohl zu Midiröcken als auch zu Culottes – und natürlich zu den allgegenwärtigen Miniröcken.

Wissen sollten Sie dazu allerdings, dass Sie solche Stiefelschnitte niemals schlanker aussehen lassen – kräftige Beine wirken genau so: kräftig, schmale Beine wirken im Vergleich zum Stiefelvolumen noch dünner.

Boots aus den 60er oder 80er Jahren

Silber, Gold oder Bunt, aus Lackleder oder glänzendem Leder, kniehoch und mit spitzer Kappe – so sehen viele der von den 60er und 80er Jahren inspirierten Stiefel aus. Denken Sie an das typische Go-Go-Girl und Sie wissen, was ich meine.

Bei Designern sehr beliebt erweisen sich dabei kniehohe Stiefel in Metallic-Leder. Wenn Sie solche Exemplare wirklich im Alltag tragen wollen, benötigen Sie eine Mega-Portion Beruhigung im Outfit. Beispielsweise mit viel angesagtem, matten oder flauschigem Grau.

Wenn es stilistisch zu Ihnen passt und Sie eine gehörige Portion Retro-Look oder Disco-Glitzer vertragen können: nur zu. Falls nicht: Finger weg!

Ich finde ja: Eine Investition in kniehohe Lederstiefel, die langlebig sein soll, sieht anders aus.

Schuhtrends Herbst und Winter 2021/22: Slouchy Boots und Go-Go-Stiefel

Overknee-Stiefel als „zweite Haut“

Overknee-Stiefel sind nicht neu, werden aber jetzt wieder modisch wichtiger. Denn die hautengen Lederstiefel, die bis zum Oberschenkel hinaufreichen, sorgen für warme Beine bei vielen der knappen Looks von den Laufstegen.

Diese Schuhart ist mehr ein Strumpf mit Sohle denn ein Schuh. Und so können Sie ihn auch einsetzen, wenn Sie keine Miniröcke tragen wollen: Unter einem etwas weiter geschnittenen Rock bleibt alles schön warm. Ist dann aber kein Trend mehr…

Darüber hinaus werden jetzt auch alle anderen Stiefelarten gerne über das Knie hinaus verlängert: auch “chunky” und “slouchy” Boots sind dabei (siehe oben).

Schuhtredsn für Herbst und Winter 2012/22: Overknee Boots

Plüsch- und Kuschel-Schuhe

Was zuerst nur Kleidung zierte, erreicht jetzt auch die Schuhe: Es wird plüschig und kuschelig.

Der Trend zu Kunst-Fellen und -Pelzen macht auch vor dem Schuhwerk nicht Halt. All-over-Plüsch-Schlappen (für die Straße wohlgemerkt!), üppige Felle im Außen- und Innenleben von Stiefeln, Halbschuhen und Sneakers, Pelzbesätze überall und auch Schuhe mit Strick-Überzug wurden auf den Laufstegen gesichtet.

Viele Modelle wirken ganz so, als würden Sie ein Fell- oder Wollknäuel an den Füßen tragen. Auch hierbei geht die Schuhmode weit über praktische Überlegungen hinaus.

Und so werden wohl so manche Frauen in dieser Saison auf Raubtier-Tatzen durch die Gegend schreiten. Die Bayerin würde sagen: „Ja mei, wenn’s warm macht!“ 😉

Schuhtredns für herbst und Winter 2021/22: Plüsch-Slipper und -Slider

Der „lifted Loafer“

Autos werden gerne tiefergelegt, der klassische Loafer wird jetzt am liebsten höhergelegt – „lifted“ eben. Der zeitlose Schuh erhält einfach mit einer mega-dicken Sohle ein trendy Upgrade – ganz im Sinne der neuen Klobigkeit.

So wirkt er jetzt ganz und gar nicht mehr langweilig, sondern übertrieben robust. Diese Übertreibung tut vor allem dem Preppy Chic äußerst gut – zeigt sie doch, dass nicht alles so brav ist, wie es scheint.

Solche Loafer sind bequem, machen größer, das Bein schlanker und setzen ein androgynes Statement im Look. Bei nassem Wetter haben sie weitere Vorteile. Damit haben Sie eine gute Chance, mit einem „lifted Loafer“ Ihrem zeitlosen Look ein gewisses Extra zu verleihen.

Verzierte Schuhe aller Art

Auffällig in dieser Saison ist, dass viele Schuhe wieder reichlich verziert werden. Schmucksteine, Glitzer, Pailletten und Nieten sind allerorten auszumachen.

Auf diese Weise erhalten alle Schuharten – ob nun Sneakers oder Schlappen – eine deutliche Portion mehr Glamour. Ob es die Sehnsucht nach mehr Party ist, die die Designer dazu antreibt?

Ist eigentlich egal. Denn jede Frau, die ihre Füße gerne in Szene setzt, wird sich darüber freuen. Selten war die Schuhmode so bequem und glamourös gleichermaßen!

Schuhtredns für Herbst und Winter 2021/22: Lifted Loafer und verzierte Schuhe

Die Taschen-Trends für Herbst und Winter 2021/22

An der Taschenfront werden Ihnen im Prinzip die gleichen Trends begegnen wie bei Kleidung und Schuhen: Plüsch und Glamour auf der ganzen Linie. Dazu kommen ein paar sogenannte Trends, die eigentlich gar keine sind. Das sind die Taschen der Saison:

Felltaschen oder „Fury Bags“

Das haben Sie sich wahrscheinlich schon gedacht: Auch auf die Taschenwelt schwappt die Liebe der Designer zum haarigen Dekor über. Ob Teddy-Fell, Zottelhaar oder Kunstpelz – einfach alles wird mit künstlichem Haar aufgeplustert.

Wenn es nicht gerade in dicken Strick gehüllt wird – ich verweise auf obige Schuhmode. Beides ist natürlich eine Adaption aus der Stilwelt „Aprés-Ski“, die nur ein bisschen auf die Spitze getrieben wird.

Wenn Sie ein kleines (oder größeres) Schäfchen im Alltag herumtragen möchten, bitte schön.

„Cloud Bags“

Und noch ein englisches Modewort, damit Sie mitreden können:

Unter den „Wolken-Taschen“ verstehen die Designer jetzt Taschen aus abgesteppten, gefütterten Materialien. Was die Chanel-Tasche schon vor Jahrzehnten vorgemacht hat, tritt jetzt den Siegeszug auf breiter Front an.

Dank Aprés-Ski-Motto wird alles gefüttert und abgesteppt, was in der Hand oder über der Schulter tragbar ist. Eines ist sicher: In den Handtaschen der Saison bleiben Ihre Sachen kuschelig warm.

Warum sollte Frau den Dingen, die sie täglich durch die Welt schleppt, nicht den gleichen Komfort bieten wie sich selbst? Man finde den Haken…

Taschentrends für herbst und Winter 2021/22: Cloud Bags und Fury Bags

Glitzer-Täschchen

Die von den 20er Jahren inspirierte, glitzernde Party-Szene bringt die süßesten, glamourösesten Täschchen hervor, die die Modewelt seit langem gesehen hat. Da glitzert und glänzt es so, dass so mache Prinzessin aus dem Märchen oder auch jede Ball-Queen zu Kaisers Zeiten ihre wahre Freude hätte.

Also: Wenn Sie Ihr Prinzessin-Gen ausleben möchten, dann profitieren Sie von diesem Trend und legen Sie sich jetzt die Abendtasche für das nächste Mode-Jahrzehnt zu!

Kettentaschen

Sie waren schon da und werden immer mehr: Taschen mit auffälligen Ketten-Details.

Während die großen Gliederketten für den Hals als Choker aus den 2000er Jahren gerade modisch wieder entdeckt werden, kommen auch viele Taschen nicht mehr ohne das Quäntchen Ketten-Lady-Charme aus.

Achten Sie einfach auf dieses dekorative Detail, wenn Sie sich gerade eine neue Ladybag zulegen möchten – oder holen Sie Ihren Klassiker wieder aus dem Schrank.

Aber Achtung: So eine auffällige Kette an der Tasche macht Sie abhängig – beispielsweise davon, welche Art Schmuck, Gürtelschnalle oder sonstige metallische Details Sie dazu im Look sonst noch tragen können…

Taschentrends für Hersbt und Winter 2021/22: Glitzertaschen und Ketten-Details

Was bleibt und bleibt und bleibt…

Darüber hinaus gibt es Taschen-Trends, die ich nicht als solche bezeichnen würde.

  • Beispielsweise geflochtene Ledertaschen: Sind Klassiker, gab es immer schon, wird es auch immer geben.
  • Oder Taschen in Animal-Print – ob nun Schlange, Leo, Zebra oder Kuhfell. Diese sind immer eine willkommene Abwechslung gegen Langeweile im Outfit.
  • Und natürlich die XXL-Shopper – welche Frau, die gerne ihren halben Hausstand im Alltag dabei hat, könnte darauf verzichten?

Übertreibung war und ist schon immer ein Stilmittel der Mode – auch wenn es um die Handtaschengröße geht. Gut so! Denn so hat Frau die Wahl: von der Mini-Tasche zur XXL-Version.

Das wird in dieser Saison nicht anders sein.

Sonstige Trend-Accessoires für Herbst und Winter 2021/22

Auffällig ist, dass – von Schuhen und Taschen einmal abgesehen – in dieser Saison der Fokus der Mode gar nicht so sehr auf bestimmten Accessoires liegt. Ich konnte nur zwei Trends eindeutig identifizieren:

„Chain“-Ketten

Ob kurzer Choker oder längere Kette – auch bei Schmuck waren sehr oft dicke Gliederketten um den Hals der Models zu sehen.

Dieser Trend hat schon vor ein, zwei Saisons begonnen und läuft anscheinend weiter – parallel zu den „Chain Bags“.

Schmucktrends für Herbst und Winter 2021/22: Ketten-Choker

Tücher als Kopfschmuck

Auf den Laufstegen waren recht viele Tücher zu sehen, die auf ganz unterschiedliche Weise um den Kopf gebunden wurden.

Vom typischen Hippie-Bandana über das Lady-Kopftuch aus den 60er Jahren bis hin zu Tüchern als Haarband konnten verschiedene Einsatzarten des viereckigen Stoffstücks bewundert werden.

Mein Tipp an dieser Stelle: Suchen Sie mal auf YouTube nach „Tücher binden“ und Sie werden überrascht sein, was alles möglich ist.

Und um Möglichkeiten geht es ja schließlich in der Mode. Möglichkeiten, den eigenen Stil auszudrücken, sich figürlich vorteilhaft zu kleiden oder den großen Auftritt zu inszenieren.

Wenn es nur eine Botschaft ist, die das Modeflüsterin-Trend-Barometer für Sie bereithält, dann ist es wohl diese:

Für jede Frau gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, modisch genau das umzusetzen, was sie will. Vielleicht ist das dann nicht immer gerade der heißeste Trend. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit immer mal wieder 😉

Welchen Trend werden Sie in dieser Saison umsetzen? Warum passt ausgerechnet dieser so gut zu Ihnen? Und wie werden Sie diesen Trend in Ihre bestehende Garderobe integrieren?

Lassen Sie von sich hören!

 

Eine Auswahl an Teilen aus dem Trend-Barometer (Teil 4) finden Sie hier*:

*Affiliate-Links; Vorsicht: Diese kleine Auswahl ist überwiegend hochpreisig und oft nur in kleinen Größen vorhanden… Aber es ist eine gute Orientierung, um nach ähnlichen Stücken in den Shops Ausschau zu halten 😉

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